Valiant steigert in ersten neun Monaten Ertrag und Gewinn
Valiant hat in den ersten neun Monaten des Jahres trotz Zinsdruck Ertrag und Gewinn gesteigert. Auch bei den Kundenausleihungen und bei den Kundengeldern wuchs die Bank.
Der Geschäftsertrag erhöhte sich in den Monaten von Januar bis September 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent auf 415,2 Millionen Franken, wobei der Brutto-Erfolg aus dem wichtigen Zinsengeschäft um 1,7 Prozent auf 300,4 Millionen zurückging, wie Valiant am Donnerstag mitteilte.
Die Bank spricht von einem soliden Zinsengeschäft im Nullzinsumfeld: Der Bereich entwickle sich weiterhin auf hohem Niveau mit einer guten Zinsmarge. Die leicht rückläufige Entwicklung sei neben dem Nullzinsumfeld auch wegfallenden Erträgen aus Absicherungsgeschäften zuzuschreiben.
Weniger Reserven für Bankrisiken
Von den kleineren Geschäftsfeldern stieg das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft deutlich (+10% auf 79,3 Mio Fr.), während das Handelsgeschäft abnahm (-5,6% auf 29,2 Mio). Dazu hätten vor allem höhere Erträge aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft beigetragen, die durch Neugeldzuflüsse und eine positive Entwicklung an den Finanzmärkten getrieben wurden.
Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung legte um 0,2 Prozent auf 171,2 Millionen Franken zu, und unter dem Strich stieg der Konzerngewinn um 5,4 Prozent auf 114,2 Millionen. Es seien 25,0 Millionen den Reserven für allgemeine Bankrisiken zugewiesen worden. Im Vorjahreszeitraum waren es 31 Millionen.
Der Geschäftsaufwand stieg um 1,8 Prozent auf 228,7 Millionen. Valiant übertraf beim Geschäftsertrag und beim Geschäftserfolg die Markterwartungen, während der Konzerngewinn im Rahmen der Schätzungen lag.
Ausblick bestätigt
Die Ausleihungen der Bank stiegen in der Berichtsperiode um 2,5 Prozent auf 31,1 Milliarden Franken im Vergleich zu Ende 2025. Dabei machten die Hypothekarforderungen knapp 30,0 Milliarden aus – ein Plus von 2,9 Prozent. Die Kundengelder stiegen wiederum um 2,4 Prozent auf 23,3 Milliarden.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 geht Valiant derweil weiterhin von einem „leicht höheren“ Konzerngewinn aus. 2025 erreichte dieser rund 155 Millionen Franken. „Das Ergebnis nach neun Monaten stimmt mich zuversichtlich, unsere Ziele per Ende Jahr zu erreichen“, lies sich CEO Ewald Burgener in der Mitteilung zitieren, der im Mai 2027 wie bereits bekannt durch Kathrin Wehrli ersetzt wird. Wehrli ist Leiterin des Bereichs Firmen und institutionelle Kunden; Burgener soll 2028 Verwaltungsratspräsident werden.
Gerade im herausfordernden Umfeld sei die konsequente Umsetzung der Strategie „Valiant 2029“ zentral, so Burgener am Donnerstag weiter. Im Rahmen der Strategie will das Finanzinstitut die Effizienz steigern: Gemäss früheren Angaben sollen Kosteneinsparungen von mindestens 15 Millionen Franken erreicht werden, wobei es zu einer Reduktion von rund 80 Vollzeitstellen kommen soll.
