Bitcoin steckt Midterm-Wahlen gut weg
Der Kurs des Bitcoin hat sich von den US-Zwischenwahlen (Midterms) nicht beeindrucken lassen. Mit dem Wahlerfolg der Demokraten rechnen Marktkenner indes mittelfristig mit deutlich mehr Gegenwind für die Kryptobranche in Washington.
Am Mittwochvormittag notiert der Bitcoin bei rund 78’245 Dollar, nachdem er kurz nach Bekanntgabe der ersten Wahlergebnisse kurzzeitig noch unter die Marke von 76’000 Dollar abgesackt war. In den letzten 24 Stunden legte die „Krypto-Leitwährung“ damit sogar rund 1,7 Prozent an Wert zu.
Damit zeigt sich der Kryptomarkt vom Wahlerfolg der Demokraten bei den Midterms weitgehend unbeeindruckt. Marktbeobachter erklären die eher ruhige Entwicklung damit, dass ein Sieg der Demokraten bereits im Vorfeld als sehr wahrscheinlich galt und somit nahezu vollständig eingepreist wurde.
Neue Ausgangslage
Der Wahlausgang konfrontiert die US-Kryptobranche indes mit einer veränderten politischen Einstellung in der US-Politik gegenüber dem Kryptomarkt. Während der US-Präsident Donald Trump sich immer wieder positiv zur Kryptowelt geäussert hatte, gelten die Demokraten generell eher als zurückhaltend.
So rechnen Branchenkenner nun damit, dass parlamentarische und regulatorische Massnahmen wie etwa der branchenfreundliche „Clarity Act“ künftig auf deutlich grösseren Widerstand im US-Parlament stossen könnte.
Binance-Hack verdaut?
Der Kryptomarkt zeigt damit laut Beobachtern derzeit weiterhin eine gewisse Widerstandskraft. So musste er vergangene Wochen bereits den massiven Hackerangriff auf die grösste Digitalwährungsbörse Binance verarbeiten, bei dem Kryptowährungen in Höhe von rund 6,3 Milliarden Dollar gestohlen wurden.
Binance hatte in der Folge alle Ein- und Auszahlungen temporär ausgesetzt. Die Kryptobörse hat bisher rund 95 Prozent der gestohlenen Kundengelder aus eigenen Reserven ersetzt.
