Verband fordert verbindliche Mindestvorgaben für Spielgruppen
Vielerorts können Spielgruppen ohne pädagogische Qualifikation oder einheitliche Sicherheitsauflagen geführt werden. Das möchten Spielgruppenleiterinnen und -Leiter nun mit verbindlichen gesetzlichen Vorgaben ändern.
In vielen Kantonen fehlten bislang gesetzliche Vorgaben für Spielgruppen und Kitas, wie der „Schweiz. Spielgruppen-LeiterInnen-Verband“ (SSLV) am Montag schrieb. Dies betreffe Sicherheitskonzepte, Betreuungsschlüssel und die pädagogische Qualifikation des Personals.
Oftmals könnten Spielgruppen eröffnet werden, ohne dass ein Nachweis erbracht werden müsse, kritisierte der Verband. Dabei beeinflusst eine qualifizierte frühe Förderung den späteren Schulerfolg massgeblich, wie dem SSLV zufolge Studien zeigen. Dies gelte insbesondere für den Spracherwerb mehrsprachiger Kinder.
Immer mehr Kinder würden ohne Deutschkenntnisse, nicht trocken oder sozial überfordert in den Kindergarten eintreten. Dies erhöhe den Druck auf das Regelschulsystem massiv. Für den SSLV reichten freiwillige Richtlinien deshalb nicht mehr aus, um diesen Druck abzufedern.
Der Verband forderte die von der Politik gesetzliche Mindestvorgaben, die unabhängig vom Wohnort greifen. Flankierend hat der Verband eine Informationskampagne gestartet, die Eltern anhand von Kriterienkatalogen bei der Wahl geeigneter Spielgruppen orientieren soll.
