SNB-Protokoll: Kein Bedarf für erhöhte Interventionsbereitschaft
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Höfner Volksblatt  
22. Oktober 2026

SNB-Protokoll: Kein Bedarf für erhöhte Interventionsbereitschaft

Das Direktorium der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sah zum Zeitpunkt der letzten Zinsentscheidung keinen Bedarf für eine erhöhte Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen.

Dies geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Zusammenfassung der geldpolitischen Diskussion zum letzten Zinsentscheid vom 24. September hervor.

Im Juni hatte die SNB noch eine erhöhte Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen signalisiert. Im September verzichtete sie auf diese Formulierung. Gemäss dem nun veröffentlichten Protokoll hielt sie eine solche erhöhte Bereitschaft im aktuellen Umfeld nicht mehr für nötig.

In der nun veröffentlichten Zusammenfassung begründet sie dies mit dem nur leicht gestiegenen mittelfristigen Inflationsdruck und den kaum erkennbaren Zweitrundeneffekten der höheren Energiepreise. Bisher gebe es kaum Anzeichen dafür, dass die gestiegenen Preise auf andere Güter und Dienstleistungen oder auf die Löhne übergriffen. Je länger die Ölpreise auf hohem Niveau verharrten, desto grösser werde jedoch das Risiko solcher Zweitrundeneffekte.

Die Nationalbank befasste sich zudem mit möglichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt. Eine zunehmende Nutzung von KI könnte die strukturelle Arbeitslosigkeit erhöhen und den Konsum dämpfen. Für eine abschliessende Beurteilung sei es allerdings noch zu früh.

Die SNB hatte ihren Leitzins im September unverändert bei 0 Prozent belassen.