Kühne+Nagel erhöht Jahresprognose nach gutem Quartal erneut
Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat sich im dritten Quartal 2026 markant gesteigert, weil es nun auch in der Seefracht wieder aufwärts geht. Für das Gesamtjahr gibt sich der Konzern nun erneut höhere Ziele.
In den Monaten Juli bis September stieg der Nettoumsatz von Kühne+Nagel um satte 22 Prozent auf 7,39 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Währungsbereinigt resultierte ein Plus von ebenfalls 22 Prozent.
Wachstum nun auch in Seefracht
Gewachsen ist das Unternehmen erneut im Luftfrachtgeschäft. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um satte 37 Prozent. Treiber war laut der Mitteilung die Nachfrage nach Logistiklösungen für Cloud-Infrastruktur und Halbleiter. Kühne+Nagel gilt als ein KI-Boom-Profiteur. Wenn hochkomplexe Teile für Datencenter zum Beispiel von Asien in die USA transportiert werden müssen, sind das lukrative Aufträge für Logistiker.
Starkes Wachstum gab es nun aber auch in der Seefracht, die zuletzt geschwächelt hatte. Hier nahm der Umsatz währungsbereinigt um 20 Prozent zu. Basis dafür war laut den Angaben ein Volumenzuwachs von 5 Prozent. Dies sei die Folge von Marktanteilsgewinnen auf den Handelsrouten aus Asien und dem Transatlantikgeschäft gewesen. Zusätzliche Impulse kamen gemäss Communiqué aus dem weiteren Ausbau von Exportvolumen chinesischer Kunden.
Ausblick höher
Der um die volatilen Frachttarife bereinigte Rohertrag erhöhte sich konzernweit um 13 Prozent auf 2,39 Milliarden, wie es weiter hiess. Das Betriebsergebnis (EBIT) nahm in der Folge um 53 Prozent auf 435 Millionen Franken zu und der Reingewinn um ebenfalls 53 Prozent auf 316 Millionen. Die Konversionsmarge (Verhältnis EBIT zu Rohertrag) erreichte 18,2 Prozent.
Mit den Zahlen hat Kühne+Nagel die Erwartungen der Analysten bei allen Kennzahlen übertroffen.
Im Ausblick wird das Unternehmen nun deutlich optimistischer. Im 2026 strebt der Konzern einen EBIT von 1,5 bis 1,6 Milliarden an, bisher hatte eine Bandbreite von 1,35 bis 1,55 Milliarden Franken gegolten. Schon im Sommer hatte das Unternehmen seine Ziele erhöht.
