Lawine in Chile: Drei Tote bei Ausflug in gesperrtem Gebiet
Diverses
Höfner Volksblatt  
18. Oktober 2026

Lawine in Chile: Drei Tote bei Ausflug in gesperrtem Gebiet

Bei einer Schneelawine in den Anden von Chile sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere wurden verletzt, wie die Katastrophenschutzbehörde Senapred in dem südamerikanischen Land mitteilte. Die Betroffenen sollen Medienberichten zufolge alle chilenische Staatsbürger sein, die laut Behörden an einem unerlaubten Ausflug teilnahmen.

Das Unglück ereignete sich in der Nähe des beliebten Skigebiets Portillo, das rund 150 Kilometer nordöstlich von der Hauptstadt Santiago de Chile an der Grenze zu Argentinien liegt. Auf der Südhalbkugel ist es derzeit Frühling und die Skisaison in Portillo ist vorbei. Wie die nationale Polizei Chiles mitteilte, wurden die sieben Menschen von der Lawine in eine Lagune gezogen.

Bürgermeister: Es war „menschliche Nachlässigkeit“

Der Vorfall in der Nähe der Laguna del Inca (Inka-Lagune), die auf rund 2.800 Metern Höhe liegt, sei auf „menschliche Nachlässigkeit“ zurückzuführen, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Los Andes, Manuel Rivera, dem Fernsehsender TVN. Trotz der Warnungen hätten sich die Besucher in einem gesperrten Bereich aufgehalten.

Der Ausflug am frühen Samstagnachmittag (Ortszeit) habe zudem zu einer Zeit stattgefunden, in der die Schneeschmelze wegen der höheren Temperaturen am stärksten sei, sagte Rivera. Mit neun bis zehn Metern liege die Schneemenge in Portillo gerade auf einem historischen Höchststand.