Iran reklamiert Angriff auf Supertanker in Strasse von Hormus
Irans Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge zum dritten Mal innerhalb von zwei Tagen einen Öltanker attackiert.
Der Angriff sei in der Strasse von Hormus erfolgt, hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung. Der Supertanker habe sein Navigationssystem abgeschaltet und Warnungen der Marine missachtet, hiess es weiter.
Bereits am Sonntag hatten iranische Medien ein Video verbreitet, dass eine Explosion an einem Supertanker zeigen soll. Den Angaben nach fuhr das Schiff auf eine Seemine in der Meerenge am Persischen Golf. Dem Vernehmen nach werden Minen mit Raketen direkt vor die Tanker gefeuert.
Irans Streitkräfte haben ihre Angriffe auf die Schifffahrt in der Strasse von Hormus in den vergangenen Tagen intensiviert. Sie attackieren dabei in der Regel Tankschiffe und Frachter, die sich auf einer südlichen Route nahe der omanischen Küste befinden. Seit mehreren Monaten begleitet die US-Marine dort zivile Handelsschiffe, um den Handel mit Öl und Flüssiggas wieder zu ermöglichen. Der Iran betrachtet die Route als „illegal“ und fordert die Passage entlang der iranischen Küste.
Der Iran blockiert seit Beginn des Krieges Ende Februar mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr weitestgehend. Auch das US-Militär hat wiederholt zivile iranische Schiffe attackiert. Die an ihrer engsten Stelle nur 35 bis 40 Kilometer breite Strasse von Hormus ist im Iran-Krieg zum zentralen Konfliktpunkt zwischen dem Iran und den USA geworden.
