Zeitumstellung auch Jahrzehnte nach der Einführung umstritten
Diverses
Höfner Volksblatt  
11. Oktober 2026

Zeitumstellung auch Jahrzehnte nach der Einführung umstritten

Ende Oktober stellt die Schweiz ihre Uhren wieder um eine Stunde zurück – von der Sommerzeit auf die Normalzeit. Diese Praxis ist und war schon immer sehr umstritten, gerade die Landwirtschaft konnte der Zeitumstellung noch nie viel abgewinnen.

Am 25. Oktober um 03.00 Uhr werden die Uhren auf 02.00 Uhr zurückgestellt. Dann gilt in der Schweiz und den umliegenden Ländern wieder Normalzeit. Für viele Menschen bedeutet die Umstellung in dieser Nacht eine Stunde mehr Schlaf. Die Sonne geht nun morgens eine Stunde früher auf und abends eine Stunde früher unter. Die Winterzeit gilt dann für die kommenden fünf Monate bis zum 28. März 2027.

Eingeführt wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Gedanken, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Bundesrat und Parlament folgten 1980 vor allem aus wirtschaftlichen Gründen dem Vorgehen der Nachbarstaaten. 1981 stellte die Schweiz effektiv um.

Da der erwünschte ökologische Effekt ausblieb, wurde auf dem politischen Parkett immer wieder intensiv über die dauerhafte Abschaffung der jährlichen Zeitumstellung diskutiert, insbesondere in den Nachbarländern der Schweiz.

Gegnerinnen und Gegner der Zeitumstellung bringen oftmals die Gesundheit als Argument ein. Vor allem Kinder und ältere Menschen litten unter Mini-Jetlags, und es gebe mehr Verkehrsunfälle wegen Übermüdung. Doch auch den Bauern ist die Sommerzeit ein Dorn im Auge, da Kühe weniger Milch geben sollen, wenn sie früher gemolken werden.

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