Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in Saporischschja
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Höfner Volksblatt  
10. Oktober 2026

Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in Saporischschja

Bei russischen Angriffen sind im Südosten der Ukraine mindestens zwölf Menschen getötet worden. Russland habe fünf Gleitbomben auf Wohnhäuser in Saporischschja abgeworfen, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in den sozialen Medien. Unter den Todesopfern seien drei Minderjährige, 14 Menschen seien bei der Attacke verletzt worden. Informationen über zwölf weitere Personen, die womöglich vor Ort waren, würden noch geprüft.

Insgesamt seien in der Nacht 13 ukrainische Regionen attackiert und Wohnhäuser, Infrastruktur und Eisenbahneinrichtungen beschädigt worden. Die Nacht habe einmal mehr gezeigt, dass Russland nachlassenden Druck als Signal verstehe, weiter Krieg führen und Bomben auf Städte werfen zu können, schrieb Selenskyj. „Russland bedankt sich für die Aufhebung der Sanktionen gegen Dieselexporte, indem es fünf Gleitbomben auf Wohngebäude in Saporischschja abwirft.“ Der Staatschef forderte andere Signale und kündigte eine Reaktion auf die russischen Angriffe an.

US-Präsident Donald Trump hatte nach einem Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin eine Vereinbarung zu Lieferungen von Hunderttausenden Tonnen Diesel aus Russland verkündet. Dafür heben die USA vorübergehend Sanktionen gegen russischen Diesel auf.

Gouverneur: Ukrainische Angriffe auf Region Rostow

Die Ukraine nahm bei Gegenangriffen ihrerseits das südrussische Gebiet Rostow ins Visier. Auf der Nasa-Website Firms, die weltweit Brandherde erfasst, waren mehrere Feuer dort zu sehen, wo sich ein Erdöl verarbeitendes Unternehmen befindet. Der Gouverneur der Region, Juri Sljussar, schrieb bei Telegram von Bränden und Schäden an Wohnhäusern infolge ukrainischer Angriffe. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. Sechs Menschen benötigten demnach ärztliche Hilfe.

Moskau: Über 500 Drohnen abgewehrt

In der Stadt Asow seien zwei Schiffe beschädigt worden. Mehr als 100 Drohnen seien über dem Gebiet Rostow abgewehrt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, in der Nacht 560 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt zu haben.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem brutalen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes nimmt Kiew immer wieder auch Ziele im russischen Hinterland ins Visier. Darunter vor allem die für Russlands Kriegskasse so wichtige Ölindustrie.