Gestohlene Renoir-Gemälde in Südfrankreich wiedergefunden
Die Anfang September aus dem Renoir-Museum im südfranzösischen Cagnes-sur-Mer gestohlenen Gemälde sind wieder aufgetaucht. Die Polizei habe die beiden Werke am Donnerstag sichergestellt.
Das berichtete der Sender „BFMTV“ am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise. Bürgermeister Bryan Masson bestätigte den Fund anschliessend gegenüber mehreren französischen Medien.
Laut der Zeitung „Nice-Matin“ sollen die Kunstwerke offenbar unbeschädigt sein und ausserhalb der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur gefunden worden sein. Bei den Gemälden handelt es sich um „Madame Colonna Romano“ und „Jeune femme au puits“ (Junge Frau am Brunnen) des französischen Impressionisten Pierre-Auguste Renoir (1841-1919).
Die wertvollsten Werke des Museums
Ihr Wert wurde nach Angaben einer mit den Ermittlungen vertrauten Quelle des Senders BFMTV auf acht bis zehn Millionen Euro geschätzt.
Am 8. September waren zwei mutmassliche Einbrecher in das Museum eingedrungen, in dem Renoir seine letzten Lebensjahre verbrachte. Sie schnitten ein Loch in den Gartenzaun und sägten die Befestigungen von vier Gemälden durch.
Zwei Werke nahmen sie mit, zwei weitere liessen sie bei ihrer Flucht zurück, als die Polizei eintraf. Bei den vier Gemälden handelte es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um die wertvollsten Werke des Museums.
Im Zuge der Ermittlungen wurden mehrere Menschen in den südfranzösischen Départements Alpes-Maritimes und Hérault sowie im ostfranzösischen Jura festgenommen. Zwei von ihnen stehen im Verdacht, an dem Einbruch beteiligt gewesen zu sein.
