Gen Z gibt mehr für Kunst aus als ältere Sammler
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Höfner Volksblatt  
8. Oktober 2026

Gen Z gibt mehr für Kunst aus als ältere Sammler

Im Kunstmarkt sind laut einer Studie die unter 30-jährigen Sammlerinnen und Sammler sehr kauffreudig. Auch für die sogenannte Generation Z bleiben allerdings geerbte Stücke ein wichtiger Einstieg in die Welt des Sammelns.

Vermögende der Gen Z hätten im Jahr 2025 und im ersten Halbjahr 2026 mehr für bildende Kunst ausgegeben als jede andere untersuchte Altersgruppe, heisst es in einer Mitteilung der UBS vom Donnerstag. Die Grossbank hat in Zusammenarbeit mit Arts Economics die Studie „Art Basel and UBS Survey of Global Collecting 2026“ herausgebracht.

Demnach lagen die Ausgaben der jungen Generation mehr als doppelt so hoch wie jene älterer Generationen. Zudem stellte sie 2026 nahezu die Hälfte aller Käuferinnen und Käufer von Kunstwerken im Wert von mehr als einer Million US-Dollar.

Malerei und Skulpturen beliebt

Erstmals untersuchte die Studie auch, wie vermögende Sammlerinnen und Sammler ihre Sammlung aufbauen: Insgesamt nannten 28 Prozent der Befragten ihr familiäres Umfeld als wichtigsten Einstiegspunkt. Bei der Generation Z lag dieser Anteil bei 40 Prozent, und fast 90 Prozent hätten geerbte Kunstwerke in ihren Sammlungen behalten.

Gleichzeitig würden jüngere Sammlerinnen und Sammler weiterhin traditionelle Kategorien wie Malerei und Skulptur bevorzugen, lässt sich Paul Donovan, Chefökonom bei UBS Global Wealth Management, zitieren. Dies deute darauf hin, dass sich die Gewohnheiten beim Sammeln zwar verändern, bestimmte ästhetische Vorlieben jedoch generationenübergreifend beständiger seien als häufig angenommen werde.

Derweil sei auch ein gesellschaftliches Engagement weiterhin ein zentrales Anliegen vieler Sammler, heisst es. Fast ein Viertel der Befragten plane in den kommenden zwölf Monaten Schenkungen an Museen. Darüber hinaus wollten viele Sammlerinnen und Sammler Künstlerpreise, Stiftungen, Residenzprogramme oder private Museen unterstützen.

Die Studie basiert auf den Antworten von 3100 vermögenden Privatpersonen in zehn bedeutenden Kunstmärkten: den USA, Grossbritannien, dem chinesischen Festland, Hongkong, Frankreich, Australien, Deutschland, Japan, Brasilien und Singapur.