112’517 Unterschriften für Familienzeit-Initiative eingereicht
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Höfner Volksblatt  
30. September 2026

112’517 Unterschriften für Familienzeit-Initiative eingereicht

Die Initiantinnen und Initianten der „Familienzeit-Initiative“ haben am Mittwoch die erforderlichen Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Die überparteiliche Allianz fordert 18 Wochen Familienzeit.

Hinter der Volksinitiative „Starke Gesellschaft und Wirtschaft dank Elternzeit (Familienzeit-Initiative)“ stehen Vertretende aus Politik (Mitte, Grüne, GLP, SP, EVP, FDP), der Frauenorganisation Alliance F sowie dem Dachverband Travailsuisse.

Insgesamt 112‘517 gültig bescheinigte Unterschriften reichten die Initiantinnen und Initianten bei der Bundeskanzlei in Bern ein, wie sie mitteilten. In ihrem Communiqué freute sich die Allianz über „den grossen Zuspruch in der Bevölkerung“. Nötig für das Zustandekommen einer Volksinitiative sind 100’000 Unterschriften.

Je 18 Wochen Elternzeit

Die Initiative verlangt eine angemessene, bezahlte Elternzeit für Sorgeberechtigte nach der Geburt ihres Kindes. Höchstens ein Viertel der Elternzeit soll gemeinsam bezogen werden können und kann nicht übertragen werden.

Die Höhe der Entschädigung orientiert sich grundsätzlich an den Beträgen für Militär- und Zivildienst. Dabei sieht die Initiative vor, dass bei den niedrigsten Löhnen eine Elternzeit-Entschädigung in Höhe des vollen Salärs bezahlt wird.

Damit bringt sie eine bekannte Forderung aufs Tapet: Die Forderung nach einem entschädigten Urlaub für beide Elternteile steht seit Jahren im Raum. Erwerbstätige Mütter haben heute Anrecht auf eine Mutterschaftsentschädigung während 14 Wochen. 2020 hiess das Schweizer Stimmvolk zwei Wochen Vaterschaftsurlaub gut, der Anfang 2021 eingeführt worden war.