Parmelin: „Diskussion über mehr Selbstversorgung nicht zu Ende“
Nach dem Nein zur Ernährungsinitiative ist für den Bundesrat die Diskussion über eine verstärkte einheimische Nahrungsmittelversorgung sowie nachhaltige Produktion nicht abgeschlossen. „Es muss sich etwas ändern“, sagte Landwirtschaftsminister Guy Parmelin am Sonntag.
Der Bundesrat teile die Anliegen der Initiantinnen und Initianten weitgehend, sagte Bundespräsident Guy Parmelin in Bern vor den Medien. Die heute stark vom Ausland abhängige Schweiz müsse mehr Nahrungsmittel auf eigenem Boden produzieren und Wasser, Böden und Biodiversität besser schützen.
Das System Landwirtschaft müsse sich angesichts der künftigen Herausforderungen entwickeln, sagte Parmelin und verwies dabei auf die Agrarpolitik ab 2030, die zurzeit in der Vernehmlassung ist. Die Anliegen der Initiative, deren Vorgehensweise nicht mehrheitsfähig gewesen sei, würden dort aufgenommen.
Er wolle bei der Weiterentwicklung der Landwirtschaft pragmatisch vorgehen, aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse, im Dialog mit den Bäuerinnen und Bauern und mit einer Langzeit-Perspektive, versicherte Parmelin. Dabei wolle der Bundesrat nach ausgewogenen Lösungen suchen.
Gemeinsames Ziel aller sei, der Schweizer Bevölkerung eine sichere, nachhaltige und qualitativ hochwertige Ernährung zu garantieren. Die Schweizer Landwirtschaft solle solide Perspektiven für die kommenden Jahrzehnte erhalten.
