Schweiz will grenzüberschreitenden Kampf gegen Schlepper verstärken
Bundesrat Beat Jans hat am Münchner Migrations-Treffen betont, Europa brauche rasche und effiziente Verfahren, funktionierende Dublin-Überstellungen und einen konsequenten Wegweisungsvollzug. Die Schweiz wolle den Kampf gegen Schlepper grenzübergreifend intensivieren.
Ministerinnen und Minister aus 18 europäischen Staaten sowie Vertreter der EU-Kommission trafen sich am Samstag auf Einladung des deutschen Innenministers Alexander Dobrindt in der bayerischen Landeshauptstadt.
Im Zentrum der Gespräche standen die Umsetzung des europäischen Migrations- und Asylpaktes, die Rückkehrpolitik und die Zusammenarbeit im Schengen-Raum, wie das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) am Abend mitteilte. Die Schweiz erfülle ihre Verpflichtungen und setze dies auch bei ihren europäischen Partnern voraus. Die ersten Erfahrungen mit den neuen Verfahren seien insgesamt positiv.
Eine glaubwürdige europäische Migrationspolitik stärke zugleich den Schengen-Raum als Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts. Für die eng vernetzte Schweiz sei es prioritär, diesen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Die Schweiz wolle deshalb die Zusammenarbeit mit ihren Nachbarstaaten und auf europäischer Ebene bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität, von Schleppern und Netzwerken von Menschenhändlern gezielt vertiefen, hiess es weiter.
