Jemen ruft Bevölkerung zu Mobilisierung gegen Huthi-Miliz auf
Die international anerkannte Regierung im Jemen ruft die Bevölkerung angesichts der anhaltenden Gefechte mit den Huthi-Rebellen zu einer allgemeinen Mobilisierung auf. Die Jemeniten sollten sich hinter der Regierungsarmee und den Sicherheitskräften versammeln und sich deren Reihen anschliessen, sagte Raschad al-Alimi von Jemens Präsidialrat, der die international anerkannte Regierung im Jemen anführt, in einer Fernsehansprache.
Ziel sei es, die staatlichen Institutionen wiederherzustellen und die staatliche Souveränität auf das gesamte Staatsgebiet bis hin zur Hauptstadt Sanaa auszudehnen.
Amnestie für ausscheidende Huthi-Kämpfer
Zugleich kündigte er eine umfassende Amnestie für Huthi-Kämpfer an, die ihre Waffen niederlegen und die Miliz verlassen. Der Staat werde zudem den Status zurückkehrender Militär- und Sicherheitskräfte regeln und ihre rechtmässig erworbenen Beschäftigungsrechte wahren.
Die Initiative solle dazu beitragen, weiteres Blutvergiessen zu verhindern, den Krieg zu beenden und Vergeltungsmassnahmen zu vermeiden, sagte al-Alimi. Bewohner der von den Huthi kontrollierten Gebiete rief er auf, ihre Kinder zu schützen und sie nicht in die Kämpfe zu schicken. Die Regierung betrachte die Bewohner nicht als Konfliktpartei, sondern als Teil des jemenitischen Volkes und als Partner, sagte er.
Im Juli wurde im Zuge des Iran-Kriegs auch der Konflikt zwischen der von Saudi-Arabien international anerkannten Regierung und den proiranischen Huthi neu entfacht. Seitdem kommt es täglich zu heftigen Gefechten und Luftangriffen. Zehntausende Menschen mussten fliehen.
