UN: Bisher 32 Zivilisten bei Jemen-Eskalation getötet
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Höfner Volksblatt  
24. September 2026

UN: Bisher 32 Zivilisten bei Jemen-Eskalation getötet

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat angesichts der zunehmenden Gewalt im Jemen vor einer weiteren Eskalation gewarnt.

Seit der jüngsten Angriffswelle der Huthi-Miliz Anfang August seien in dem Land mindestens 32 Zivilisten getötet und rund 125.000 Menschen vertrieben worden, teilte das UN-Menschenrechtsbüro mit. Unter den Getöteten seien 15 Kinder und drei Frauen.

Bodenkämpfe, Artilleriebeschuss sowie Luft-, Drohnen- und Raketenangriffe hätten die ohnehin fragile zivile Infrastruktur weiter beschädigt und den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen eingeschränkt. Das UN-Menschenrechtsbüro dokumentierte zudem drei mutmassliche Angriffe der Huthi auf Unterkünfte für Binnenvertriebene.

„Als hätten die Menschen im Jemen nicht schon genug Leid ertragen müssen, trifft es nun die Zivilbevölkerung am härtesten durch die jüngste Eskalation der Kämpfe“, sagte Türk. Die Zivilbevölkerung dürfe niemals Ziel von Angriffen sein. Ihr Schutz müsse oberste Priorität haben. Die Konfliktparteien müssten jederzeit zwischen Zivilisten und Kämpfern sowie zwischen zivilen und militärischen Zielen unterscheiden.

Laut Türk werden weiterhin zudem 73 UN-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter von den Huthi willkürlich festgehalten. Er verlangte ihre sofortige Freilassung. Einige von ihnen seien bereits seit mehreren Jahren in Haft. Angesichts der erneuten Kämpfe sei er besonders um ihre Sicherheit besorgt, erklärte Türk.

Schon vor den jüngsten Kämpfen steckte der Jemen in einer der schwersten humanitären Krisen weltweit. Im Land leben 4,8 Millionen Menschen, die schon vor der neuen Eskalation einmal oder mehrfach vertrieben wurden. Es fehlt an Unterkünften, Wasser, Lebens- und Arzneimitteln. Millionen Menschen im Land haben nicht genug zu essen, viele wurden an den Rand einer Hungersnot getrieben.

Im Jemen kämpft die von Saudi-Arabien unterstützte international anerkannte Regierung mit Verbündeten gegen die proiranischen Huthi-Rebellen.