Politik
Höfner Volksblatt  
20. September 2026

US-Militär meldet vier Tote bei neuem Angriff auf Schmugglerboot

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein von Drogenschmugglern in der Karibik genutztes Schnellboot zerstört und dabei vier Menschen getötet.

Das für die Region zuständige Militärkommando Southcom veröffentlichte ein Video zu seiner Mitteilung, auf dem ein fahrendes Boot von einem nicht identifizierbaren Geschoss getroffen wird und in einem riesigen Feuerball aufgeht. Zuvor habe der Geheimdienst herausgefunden, dass das Schnellboot von Drogenschmugglern genutzt wurde, hiess es. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit Herbst vergangenen Jahres immer wieder Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden. Wie auch diesmal ist danach meistens von mehreren getöteten „Drogenterroristen“ die Rede. Insgesamt sollen bei dem Einsatz „Southern Spear“ Dutzende Boote getroffen und weit mehr als 200 Menschen getötet worden sein. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind.

Die Vereinigten Staaten haben ein grosses Drogenproblem, für das Trump ausländische Schmuggler verantwortlich macht. Nach jüngsten Angaben eines US-Regierungsbeamten soll der Drogenschmuggel in der Karibik infolge der Militäreinsätze um etwa zwei Drittel zurückgegangen sein. Auch diese Darstellung lässt sich nicht unabhängig überprüfen.