Bündner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Carchauffeur im Engadin
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Höfner Volksblatt  
14. September 2026

Bündner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Carchauffeur im Engadin

Die Staatsanwaltschaft Graubünden hat nach dem Carunglück im Engadin ein Verfahren gegen den Chauffeur eröffnet. Es bestehe der Verdacht der mehrfachen fahrlässigen Tötung und Körperverletzung, wie die Behörde am Montag auf Anfrage von Keystone-SDA bestätigte.

Die Staatsanwaltschaft Graubünden bestätigte damit eine entsprechende Meldung der Onlinezeitung „20 Minuten“. Gegen den Lenker des niederländischen Reisecars laufe ein Verfahren wegen des Verdachts der mehrfachen fahrlässigen Tötung. Zudem werde ihm mehrfache fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Der Reisecar war am vergangenen Donnerstagabend von Zernez in Richtung Susch GR unterwegs, als er bei der Örtlichkeit Less von der Strasse abkam und zur Seite kippte. Von den 45 niederländischen Staatsangehörigen an Bord wurden fünf getötet und die restlichen leicht bis schwer verletzt. Auch der Lenker selbst wurde verletzt. Über seinen Zustand sowie seines derzeitigen Aufenthalts machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben.

Der Unfall löste grosse Anteilnahme aus. Niederländische Behörden reisten daraufhin ins Engadin und trafen sich mit den Betroffenen. Diese werden in Spitälern in mehreren Kanton sowie in Österreich behandelt.