AHV sanieren, aber nicht so: Reformvorschlag von Bund erntet Kritik
Die Frist für Stellungnahmen zur Reformvorlage „AHV 2030“ des Bundesrats ist ausgelaufen. Wie der Weg zu einer modernen AHV ab 2030 aussehen soll, darüber sind sich Gewerkschaft, Parteien und Verbände aber weitgehend uneinig.
SP, Grüne und der Gewerkschaftsbund SGB begrüssen in der am Freitag zu Ende gegangenen Vernehmlassung den Verzicht auf eine Erhöhung des Rentenalters. Sie unterstützen auch die Beitragspflicht auf Kranken- und Unfalltaggeldern.
Eingriffe in die zweite Säule, wie die Anhebung des Mindestalters für den Leistungsbezug von 58 auf 63 Jahre, lehnen sie jedoch ab. Dies erschwere Frühpensionierungen in belastenden Berufen.
Von bürgerlichen Parteien und Wirtschaftsverbänden kommt fundamentale Kritik. FDP, SVP, Arbeitgeberverband und Economiesuisse bemängeln, die Reform setze auf höhere Abgaben statt auf strukturelle Massnahmen.
Die FDP fordert ein höheres Referenzalter statt höhere Steuern und Abgaben. Die SVP will Ausgabenkürzungen beim Bund und die Mitte schlägt ein Lebensarbeitszeit-Modell vor.
