USA und Ecuador wollen Anti-Drogen-Kampf intensivieren
US-Aussenminister Marco Rubio will die Zusammenarbeit mit Ecuador im Kampf gegen Drogenkartelle weiter ausbauen. Dafür wird er den Kongress um die Bereitstellung weiterer 45 Millionen US-Dollar (rund 39 Millionen Euro) für das südamerikanische Land bitten, wie Rubio in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito ankündigte. Hinzu kommen sollen Mittel zur Bekämpfung des illegalen Bergbaus sowie Schiffe für die Stärkung der Küstenwache.
Rubio traf in Ecuador unter anderem Präsident Daniel Noboa. Der liberal-konservative Staatschef gilt als enger Partner Washingtons. „Wir haben keinen besseren Verbündeten in der Region“, lobte der US-Aussenminister. Beide Seiten sind sich einig, den Anti-Drogen-Kampf zu intensivieren.
Ecuador ist zu einem wichtigen Transitland für Kokain aus Nachbarstaaten wie Kolumbien und Peru geworden. Die Sicherheitslage im Land hat sich deutlich verschlechtert.
Mutmassliche Drogenboote zerstört
Im März begannen die USA und Ecuador gemeinsame Militäreinsätze zur Bekämpfung des Drogenhandels. Zuletzt zerstörte das US-Militär eigenen Angaben zufolge mehrere Boote im Pazifik, die von einem ecuadorianischen Drogenkartell als Tankstationen genutzt wurden. Laut dem zuständigen US-Regionalkommando Southcom wurden die von Bord geholten Personen Ecuadors Behörden übergeben.
Rubio hatte zuvor Kolumbien und dessen neuen Präsidenten Abelardo De La Espriella besucht, der ebenfalls den Schulterschluss mit Washington sucht. Letzte Station Rubios in der Region wird Peru sein, wo ein Treffen mit Staatschefin Keiko Fujimori geplant ist.
