Vincenz zeigt sich vor Zürcher Obergericht zunehmend zugeknöpft
Der ehemalige Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz hat sich bei seiner Befragung vor dem Zürcher Obergericht zunehmend zugeknöpft gezeigt.
Vincenz blieb dabei, dass alle seine Spesenauslagen immer auch geschäftlicher Natur gewesen seien, egal ob Reise nach New York mit den Töchtern oder Tinder-Date im Zürcher Fünfsterne-Hotel. In New York habe er Schalter besichtigt. Beim Tindern sei es darum gegangen, den Umgang mit Social Media zu erlernen.
Mehrmals verwies er aber auch auf seine Aussagen vor Bezirksgericht, wo es ebenfalls schon ausführlich um seine Spesen ging. Er könne sich sowieso nicht mehr an alles erinnern. Für den 70-Jährigen ist klar, dass „Raiffeisen momentan einen Prozess führt, um mich fertig zu machen“. Dabei schulde ihm die Bank „auch noch sehr viel Geld“.
Zugeknöpft zeigte er sich auch bei der Frage nach den persönlichen Verhältnissen. Er begründete dies mit der enormen Publizität seines Falls. Einzig zu seinem Wohnort machte er kurz Angaben. Nachdem seine Villa in Niederteufen AR verkauft wurde, zog er ins Tessin, genauer nach Figino bei Lugano.
