Neuenburg beantragt beim Bund Abschuss eines Wolfs
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Höfner Volksblatt  
5. August 2026

Neuenburg beantragt beim Bund Abschuss eines Wolfs

Der Kanton Neuenburg hat beim Bund den Abschuss des dominanten Rüden des Wolfrudels im Vallée de la Brévine beantragt. Das Tier soll für mehrere Risse von Rindern verantwortlich sein.

Zwischen dem 4. und 26. Juli seien im Gebiet des Rudels bei mehreren Angriffen acht Rinder getötet oder verletzt worden, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Aufgrund der Lage der Risse und der Untersuchungen der Wildhüter gehe der Kanton davon aus, dass das Rudel für die Angriffe verantwortlich sei.

Genetische Analysen, deren Resultate Anfang Woche vorlagen, bestätigten laut dem Kanton zudem, dass zwei Angriffe auf Rinder dem männlichen Wolf M583 zuzuschreiben sind. Damit seien die Voraussetzungen des Bundesrechts für eine reaktive Regulierung erfüllt, da das Tier ein „unerwünschtes Verhalten“ zeige, hiess es weiter.

Das Neuenburger Departement für Raumentwicklung und Umwelt reichte deshalb beim Bundesamt für Umwelt ein Gesuch für eine teilweise Regulierung des Rudels im Vallée de la Brévine ein.

Nach Einschätzung des Kantons spricht zudem vieles dafür, dass M583 auch für den Grossteil der übrigen Angriffe in diesem Jahr verantwortlich ist. Die Vorfälle von 2025 hätten bereits die „entscheidende Rolle des Leitwolfs“ bei solchen Rissen aufgezeigt.

Landesweit sind die Risse von Nutztieren durch Wölfe im laufenden Sommer im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Laut der Gruppe Wolf Schweiz wurden bislang während der Alpsaison insgesamt rund 180 Nutztiere gerissen, im Vorjahreszeitraum waren es etwas mehr als 400. Nicht miteinbezogen sind die Risse im Tessin, da der Kanton keine aktuellen Zahlen publiziert hat.