Hotel Adlon soll für mindestens 280 Millionen verkauft werden
Das legendäre Hotel Adlon in Berlin soll verkauft werden. Die Immobiliengesellschaft Jagdfeld will „Deutschlands berühmtestes Hotel“ für mindestens 280 Millionen Euro veräussern – braucht dafür aber die Zustimmung der Anleger.
Das Hotel ist Teil eines Fonds, der von der Jagdfeld-Gruppe gemanagt wird. Diese bestätigte einen entsprechenden Bericht der deutschen „Immobilien-Zeitung“ (IZ) auf Anfrage. Demnach gehört der Fonds und damit das Adlon rund 4000 Eigentümern, überwiegend Privatanleger, die in einem Lebensalter seien, in dem sie sich von ihren Anteilen trennen wollten. „Mit dem angestrebten Verkauf kommen wir dem Wunsch der Anlegerinnen und Anleger am besten nach und sind so in der Lage, den höchstmöglichen Preis zu erzielen“, teilte die Gruppe mit.
Den Gesellschaftern wurde dem „IZ“-Bericht zufolge eine Liquidation des Fonds mit einem Mindestverkaufspreis von 280 Millionen Euro vorgeschlagen. Die Abstimmung läuft demnach bereits und braucht eine Mehrheit von 75 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sollte eine Entscheidung für den Verkauf fallen, werde ein strukturiertes Bieterverfahren mit einem internationalen Makler durchgeführt.
Für Gäste des Adlon ändert sich durch einen möglichen Verkauf vorerst nichts. Mit dem Hotelbetreiber Kempinski besteht der Jagdfeld-Gruppe zufolge ein Pachtvertrag bis Ende 2032.
