SBB reichen nach Zugblockade von GC-Anhängern Strafanzeige ein
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Höfner Volksblatt  
27. Juli 2026

SBB reichen nach Zugblockade von GC-Anhängern Strafanzeige ein

Die SBB haben nach einer Zugblockade durch Fans des Grasshopper Club Zürich Strafanzeige eingereicht. Das Bahnunternehmen will aber grundsätzlich an den Fanzügen festhalten und führt zur neuen Saison einen Verhaltenskodex ein.

Die GC-Fans blockierten am vergangenen Samstag einen regulären Zug zwischen Zürich und Bern, wie die SBB am Montag mitteilten. Sie hätten mindestens 15 Mal die Notbremse gezogen und den Brandalarm ausgelöst. Durch die Blockade seien insgesamt 85 Züge betroffen gewesen. Die kumulierten Verspätungen beliefen sich laut den SBB auf 6 Stunden und 25 Minuten. Die für sie reservierten Wagen hätten die Fans nicht genutzt.

Die SBB widersprachen in der Mitteilung der Behauptung, Fanzüge würden systematisch abgebaut. Weiterhin kämen bei Spielen der Super League für Gästefans ab 400 Personen Fanzüge zum Einsatz. Die ungedeckten Kosten für diese Züge bezifferten die SBB auf über vier Millionen Franken pro Jahr.

Für die Saison 2026/27 kündigten die SBB Anpassungen an. So soll künftig ein Verhaltenskodex mit klaren Konsequenzen bei Verstössen gelten. Zudem verkehren Fanzüge nur noch, wenn zum entsprechenden Zeitpunkt auch reguläre Züge fahren. Ausserhalb dieser Zeiten können Clubs Charterzüge buchen.

Fanzüge sollen auch künftig als verlässliches Angebot für Fussballfans möglich sein. Die SBB appellierten an alle Beteiligten, ihren Beitrag zu einem sicheren und geordneten Betrieb zu leisten. Gemeinsam mit Clubs, Behörden, Fussballliga und Fans wollten die SBB die Rahmenbedingungen weiterentwickeln.