Saudi-Arabien meldet Drohnenbeschuss
Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben mehrere Drohnen abgefangen und zerstört, die auf Ölanlagen in der Ostprovinz des Landes sowie in der Hauptstadt Riad gezielt haben sollen.
Die Angriffe seien von „iranisch unterstützten terroristischen Milizen“ vom irakischen Staatsgebiet aus verübt worden, erklärte der Sprecher des Ministeriums, Turki al-Maliki.
Al-Maliki betonte, Saudi-Arabien habe das Recht, sich und seine Einrichtungen zu verteidigen. Das Königreich behalte sich zudem vor, „zum geeigneten Zeitpunkt und am geeigneten Ort“ zu reagieren. Weitere Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten machte das Ministerium zunächst nicht. Bisher reklamierte keine Gruppe aus dem Irak den Angriff für sich. Auch die Regierung in Bagdad äusserte sich zunächst nicht.
Das Aussenministerium in Riad verurteilte den Angriff und forderte die irakische Regierung auf, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um zu verhindern, dass irakisches Staatsgebiet als Ausgangspunkt für Angriffe genutzt werde.
Huthi-Miliz reklamiert Angriff für sich
Wenig später reklamierte die Huthi-Miliz im Jemen Drohnenangriffe auf mehrere Ziele der Öl-Infrastruktur in Saudi-Arabien. Ziel seien „sensible Punkte“ für die Versorgung und den Transport von Rohöl aus dem Osten des Landes in die Hafenstadt Janbu am Roten Meer gewesen, teilte die Miliz mit. Der Angriff sei eine Reaktion auf das Eindringen saudischer Drohnen in den jemenitischen Luftraum gewesen, hiess es weiter. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Erst am Samstag hatte die Huthi-Miliz nach saudischen Angriffen auf ihre Stellungen einen Angriff auf Saudi-Arabien für sich reklamiert. Dutzende Raketen und Drohnen Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco seien attackiert worden.
Saudi-Arabien stand bereits in den ersten Wochen des Iran-Kriegs wiederholt unter Beschuss. Die Angriffe stammten sowohl von proiranischen Gruppen im Irak als auch aus dem Iran selbst.
