Selenskyj: Setzen Moskau mit Drohnenkrieg unter Druck
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zusammen mit seinen Militärs neue Ziele für Langstreckendrohnen festgelegt, um Russland die Fortsetzung des Kriegs zu erschweren. Hauptziel sei dabei, Russland zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu drängen, berichtete Selenskyj nach der Kommandeurssitzung auf Facebook.
„Wir haben der russischen Führung alle notwendigen Vorschläge unterbreitet, um den Krieg mit einem ehrenvollen Frieden zu beenden“, schrieb Selenskyj. Die Partner Kiews seien informiert. Nunmehr trage das ukrainische Vorgehen aus seiner Sicht dazu bei, „die Voraussetzungen für echte Diplomatie zu schaffen“.
Selenskyj hob die Wirksamkeit und erhöhte Schlagdistanz der neuen ukrainischen Drohnen hervor. „Die Reichweite der Angriffe beträgt bereits mehr als 3.000 Kilometer, und wir bauen unsere Fähigkeiten, über grössere Entfernungen zu agieren, weiter aus“, betonte Selenskyj. Die strategische Tiefe des Hinterlands falle damit als Vorteil für Russland aus. Bei über 1.000 Einsätzen seien in diesem Jahr Raffinerien, Rüstungswerke sowie wichtige Komponenten des russischen Logistik-Netzes getroffen worden.
Das ukrainische Militär setzt zuletzt verstärkt auf Drohnenangriffe gegen Ziele tief im russischen Hinterland. Unter anderem ist damit die Treibstoffversorgung nicht nur der Front, sondern auch in anderen Landesteilen Russlands, erschwert worden. Zudem erkennt auch die russische Bevölkerung zunehmend, dass sich die „spezielle Militäroperation“, wie Moskau den Angriffskrieg gegen die Ukraine nennt, nicht mehr nur auf das Nachbarland beschränkt.
