Auf dem Planeten Venus gibt es laut ETH aktive Vulkane
Die Venus ist aktiv. Lange hatten Forscher das Gegenteil angenommen. Nun ist es der ETH Zürich gelungen, sogar Hinweise auf aktive Vulkane auf dem Schwesterplaneten der Erde zu finden.
Die Venus ist ein unwirtlicher Ort: Auf dem Gesteinsplaneten ist es mehrere hundert Grad heiss, und Ozeane wie auf der Erde gibt es nicht. Dennoch existierten sichtbare Anzeichen für tektonische Aktivitäten wie teils riesige Grabenbruchsysteme, heisst es in einer Mitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich vom Freitag. Sie ähnelten jenen der Erde wie zum Beispiel dem Afrikanischen Rift Valley. Auf der Venus gebe es 10’000 Kilometer lange.
Wann diese Gräben entstanden, sei unklar. Geo-Forschende nahmen an, dass sie vor über hundert Millionen Jahren gebildet wurden und demnach Relikte aus der Vergangenheit sind.
Gemäss Mitteilung zeigten nun aber ETH-Forscherinnen und -Forscher um Taras Gerya, Professor für Geodynamik am Departement Erd- und Planetenwissenschaften, anhand eines neuen Computermodells, dass ein Teil der Grabenbrüche wohl erst in neuerer Zeit entstanden sein könnte. Die Studie erschien soeben in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“. Erstautor ist Xi Yang, der die Studie im Rahmen seines Masterstudiums bei Gerya abgelegt hat.
Mit einem neuem Computermodell simulierten Yang und dessen Kolleginnen und Kollegen die Gräben zum ersten Mal hochaufgelöst und dreidimensional. Dadurch konnten diese Strukturen in den Simulationen adäquat abgebildet und deren Entstehung besser erklärt werden. Bisherige Simulationen arbeiteten mit vereinfachten Annahmen bezüglich der Materialeigenschaften und waren oft nur zweidimensional.
