Louvre öffnet nach Einbruch Galerie wieder – ohne Schätze
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Höfner Volksblatt  
21. Juli 2026

Louvre öffnet nach Einbruch Galerie wieder – ohne Schätze

Neuanfang nach dem Juwelendiebstahl: Der Louvre öffnet neun Monate nach dem spektakulären Einbruch am Mittwoch wieder seine Galerie d’Apollon – jedoch völlig leer.

Die dort bisher gezeigten Sammlungen und kostbaren Objekte sollen in einen fensterlosen Tresorraum verlegt werden, wie Louvre-Direktor Christophe Leribault der Zeitung „Le Parisien“ sagte.

„Wir wollen einen Neuanfang“, sagte er. Statt die Galerie mit leeren Vitrinen an den bisherigen Ausstellungsort erinnern zu lassen, werde der Raum wieder als Prunkgalerie erlebbar gemacht.

Die kostbaren Objekte würden entfernt, damit die kunstvollen Wand- und Deckendekorationen wieder stärker zur Geltung kämen. Zunächst müssten jedoch ein geeigneter Ort gefunden und die Finanzierung der umfangreichen Bauarbeiten geklärt werden.

Wie die Spiegelgalerie von Versailles

Die Galerie d’Apollon gilt als einer der prächtigsten Räume des Louvre. Ihre Decken wurden von Charles Le Brun gestaltet und später unter anderem von Eugène Delacroix ergänzt. Leribault verglich den Saal mit der Spiegelgalerie von Versailles und sprach von einem Stück des ursprünglichen Königspalasts, das Besucher im heutigen Museum wiederentdecken könnten.

Bei dem Einbruch Mitte Oktober 2025 wurden acht wertvolle Schmuckstücke im geschätzten Wert von rund 88 Millionen Euro (heute rund 81 Millionen Franken) gestohlen. Von ihnen fehlt noch immer jede Spur.

Die bei dem Einbruch beschädigte Krone von Kaiserin Eugénie wird derzeit restauriert. Fast alle Elemente seien erhalten, erklärte Leribault. Nach ihrer Rückkehr in den Louvre solle sie mehr Platz erhalten, um ihre Sicherheit zu gewährleisten und den Besucherfluss zu verbessern.

Der Museumsdirektor ist nach eigenen Angaben überzeugt, dass die Geschichte der Krone ihre Ausstrahlung sogar noch verstärken wird. „Diese Krone wird berühmter sein als zuvor – so wie die Mona Lisa nach ihrem Diebstahl im Jahr 1911“, sagte er.