Heilsarmee konnte Betriebsertrag auf 239 Millionen Franken steigern
Über 77’600 verteilte Mahlzeiten sowie rund 2300 Betten und Wohnplätze für Obdachlose, Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und Geflüchtete: Der Einsatz der Heilsarmee stand 2025 im Zeichen der Wohnungsnot und der steigenden Armut.
Der Bedarf an sozialer Unterstützung in der Schweiz habe sich weiter erhöht, schreibt die Heilsarmee in ihrem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht. Dazu kommt, dass das Hilfswerk vermehrt Leistungsaufträge vom Staat übernimmt.
Dazu gehört gemäss Jahresbericht die Übernahme des Betriebs von Durchgangszentren für geflüchtete Menschen – nach solchen im Kanton Bern nun auch in Basel. Im Kanton Bern schloss die der Heilsarmee angeschlossene Rahab Bern zudem einen Leistungsvertrag ab für das Empowerment-Angebot für Menschen, die aus der Prostitution aussteigen wollen.
Des Weiteren war die Heilsarmee 2025 in der internationalen Hilfs- und Entwicklungszusammenarbeit aktiv. Unter anderem wurden Schulprogramme in Haiti unterstützt sowie Nothilfe nach dem Erdbeben in Myanmar geleistet, wie dem Jahresbericht zu entnehmen ist.
Die Heilsarmee konnte 2025 ihren Betriebsertrag um rund 22 Millionen auf knapp 239 Millionen Franken steigern. Zugenommen haben vor allem die Erträge aus Spenden sowie Erbschaften und Legaten, aber auch aus Erlösen aus Lieferungen und Leistungen.
Im vergangenen Jahr verfügte die Heilsarmee über 2061 Angestellte sowie 2228 Gemeindemitglieder. Geleistet wurden 29’345 Tage ehrenamtliche Arbeit.
Per 1. Juli übernahm Oberstleutnant Heidi Imboden die Funktion der Territorialleitung und des Präsidiums des Stiftungsrats. Sie ist gemäss Mitteilung seit den 1960er-Jahren die erste Frau an der Spitze des Hilfswerks.
