Weniger Luftschadstoffe im vergangenen Jahr im Tessin gemessen
2025 sind die Jahresmittelwerte von Schadstoffemissionen in allen Regionen des Tessins zurückgegangen. Neben anderen Faktoren waren im letzten Jahr auch die meteorologischen Bedingungen günstig für das Auflösen von Luftschadstoffen.
Zu den niedrigen Belastungen mit Stickstoffdioxid trug insbesondere ein sehr milder Winter bei, wie die Tessiner Regierung am Donnerstag in einem Communiqué mitteilte. Dieser habe die Bildung sogenannter anhaltender Temperaturinversionen verhindert sowie zu einer allgemein guten Durchmischung der unteren Atmosphärenschichten während des gesamten Jahres beigetragen.
Mit den Werten von 2025 setze sich eine „Serie historischer Tiefstwerte“ der vergangenen Jahre fort. In den letzten Jahren habe der technologische Fortschritt in verschiedenen Bereichen wie Verkehr Industrie und Haushalte die Zunahme „menschlicher Aktivitäten“ und negativer Auswirkungen ungünstiger Wetterbedingungen überwogen, hiess es weiter.
Mehr Ozon als im Vorjahr
Die Zahl der Stunden, in denen der gesetzliche Grenzwert des Ozons überschritten wurde, nahm jedoch gegenüber 2024 deutlich zu. Das Vorjahr sei jedoch durch aussergewöhnlich niedrige Werte gekennzeichnet gewesen, hält die Tessiner Regierung fest.
Hauptursache für den Anstieg des Ozons 2025 war der Monat Juni, der seit Beginn der Messungen im Jahr 1864 der zweitwärmste war und aufgrund der starken Sonneneinstrahlung sowie der längeren Tageslichtdauer typischerweise der kritischste Monat für die Ozonkonzentrationen sei.
Im Vergleich zu 2024 seien die Frühlingsmonate 2025 zudem von überdurchschnittlichen Temperaturen und einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer geprägt gewesen, was die Zahl der stündlichen Grenzwertüberschreitungen zusätzlich erhöht habe. Der gesetzliche Feinstaub-Jahresgrenzwert sei hingegen an sämtlichen Messstationen des kantonalen Messnetzes eingehalten worden.
