Bürgenstock Resort musste 1200 Buchungen stornieren
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Höfner Volksblatt  
24. Juni 2026

Bürgenstock Resort musste 1200 Buchungen stornieren

Das Bürgenstock Resort hat die kurzfristig angesetzten Gespräche zwischen Vertretern der USA, Irans, Katars und Pakistans innert weniger als 48 Stunden vorbereiten müssen. Dies sagte Resort-Direktor Chris Franzen in einem Interview mit „CH Media“.

Bis zum Beginn der Gespräche hätten Sicherheitsdispositiv, Verhandlungsräume, Medienzentrum, Hotelzimmer und Verpflegung organisiert werden müssen. „Da gibt es tausend Details, an die man denken muss, bis hin zu den ‚Fähnli‘ am Verhandlungstisch“, sagte Franzen in dem am Mittwoch publizierten Gespräch. Für den Ukraine-Gipfel vor zwei Jahren seien dafür noch mehrere Monate zur Verfügung gestanden.

Wegen der Konferenz seien 1200 Buchungen mit insgesamt mehr als 2000 Gästen storniert worden. „Das tat mir als Gastgeber natürlich besonders weh“, sagte Franzen. Besonders schwierig sei es gewesen, Reisende zu erreichen, die sich bereits auf dem Weg in die Schweiz befunden hätten. Ein rund 20-köpfiges Spezialteam habe während drei Tagen rund um die Uhr Umbuchungen organisiert. Die Kosten dafür habe das Resort übernommen.

Seinen Angaben zufolge waren die rund 380 Zimmer des Hotels während der Gespräche vollständig belegt. Sie seien gleichmässig auf die Delegationen der USA, Irans, Katars und Pakistans verteilt worden. Einnahmeausfälle habe das Resort deshalb keine verzeichnet. Bei den Kosten für das Sicherheitsdispositiv sei das Bürgenstock nicht involviert gewesen.

Franzen bezeichnete die Austragung der Friedenskonferenz als gute Nachricht für die Region und die Schweiz. Das Resort leiste dazu gerne seinen Beitrag.