Iran-USA-Gipfel auf dem Bürgenstock NW hat offiziell begonnen
Der Gipfel zwischen den USA und dem Iran auf dem Bürgenstock NW hat am Sonntag offiziell begonnen. Beteiligt waren US-Vizepräsident J.D. Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammed Ghalibaf sowie die Premierminister von Katar und Pakistan.
Die USA und der Iran begannen am Nachmittag ein vierseitiges Gesprächsformat mit diesen Vermittlern, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA feststellte. Das Treffen soll zwei Monate dauernde Verhandlungen einleiten, die auf eine am Mittwoch von beiden Ländern unterzeichnete Absichtserklärung zur Beendigung des Konflikts im Nahen Osten folgen.
Vance sprach in seiner Eröffnungsrede von einem „historischen Treffen“. Er rief dazu auf, im Nahen Osten „eine neue Seite aufzuschlagen“.
Die Verhandlungen begannen vier Tage, nachdem die Präsidenten Donald Trump und Massud Peseschkian am Mittwoch in Versailles eine Grundsatzvereinbarung zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten unterzeichnet hatten. Ziel ist es, eine endgültige Vereinbarung zu erzielen, insbesondere über das iranische Atomprogramm, aber auch über die Aufhebung der Sanktionen und die Freigabe der iranischen Vermögenswerte durch die USA.
Die Schweiz wurde von Bundesrat Ignazio Cassis vertreten. Der Chef des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) traf am Vormittag seinen iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi und danach US-Aussenminister Vance. Bis zu 2000 Armeeangehörige und die Polizeikorps sicherten den Nidwaldner Standort.
Die Gespräche auf dem Bürgenstock dürften „einige Tage“ dauern, hatte Vance am Samstagabend vor den Medien gesagt. Er fügte hinzu, dass er „nur ein oder zwei Tage“ in der Schweiz bleiben könne. Er hoffe, dass man in der Atomfrage und beim Waffenstillstand im Libanon Fortschritte machen werde. Dies seien die beiden Hauptpunkte, auf die man sich seiner Meinung nach konzentrieren werde.
