Katharina Geiser (l.) und Anna Trauffer in Aktion. Bild: Micha Brandstetter
Ausserschwyz
Wenn Fürsorge zur Verfügung wird
Katharina Geisers Roman «Die Wünsche gehören uns» erzählt von einem Armenhaus der 1950er-Jahre und von Menschen, deren Leben verwaltet wurde. Die szenische Lesung im Schlossturm Pfäffikon zeigte eindrücklich, wie Literatur den Blick auf ein kaum erforschtes Kapitel Schweizer Sozialgeschichte öffnen kann.
Fürsorgerische Zwangsmassnahmen »: Allein der Begriff ist ein innerer Widerspruch. Er steht für Eingriffe, mit denen Menschen bis weit ins 20. Jahrhundert unter dem Deck-mantel der «Wohltätigkeit» bevormundet wurden. Geisers Roman beruht auf der Geschichte ihrer Ururgrossmutter Elise Linder-Brand, einer 84-jährigen Wäscherin und Witwe, die gegen ihren Willen in ein Armenhaus gebracht wurde...
