Mann muss sich wegen 24 Raserfahrten vor Berner Justiz verantworten
Ein Video über eine Raserfahrt ist einem 23-jährigen Autofahrer zum Verhängnis geworden. Das Video geriet in die Hände der Kantonspolizei Bern, und nun legt ihm die Justiz insgesamt 24 Raserdelikte zur Last.
Das teilte die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland am Freitag mit. Die Polizei erhielt demnach im Juli 2024 Kenntnis von dem Video, das zeigte, wie ein Autofahrer in Münchenbuchsee innerorts massiv zu schnell fuhr.
Wie sie zum Video kam, ist nicht bekannt. Dazu äussere sich die Polizei grundsätzlich nicht, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Die Polizei identifizierte den mutmasslichen Lenker, stellte mehrere Handys sicher und beschlagnahmte das Auto. Den Führerausweis musste der Mann abgeben. Laut der Sprecherin handelt es sich um einen syrischen Staatsangehörigen.
Bei der Auswertung der sichergestellten Mobiltelefone wurden laut Staatsanwaltschaft zahlreiche Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz festgestellt. Der Mann war unter anderem mit 94 km/h bei erlaubten 30 km/h innerorts und mit 248 km/h bei erlaubten 100 km/h im Allmendtunnel der A6 bei Thun unterwegs gewesen.
Zudem hegt die Justiz den Verdacht, dass der Lenker wiederholt ein Motorfahrzeug führte, obwohl ihm der Führerausweis bereits entzogen worden war.
