Israel schiebt zwei Gaza-Aktivisten ab
Die beiden Aktivisten waren vor mehr als einer Woche nach Israel gebracht worden. Die Menschenrechtsorganisation Adalah, die die beiden vor Gericht vertrat, sprach von ihrer «rechtswidrigen Entführung». Israel warf Abu Keschek, der palästinensische Wurzeln hat, Verbindungen zur Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor. Spanien forderte seine sofortige Freilassung. Ávila wurden «illegale Aktivitäten» vorgeworfen.
Flottille in internationalen Gewässern gestoppt
Die israelische Marine hatte am 30. April bei Kreta mehr als 20 Schiffe der «Global Sumud Flotilla» in internationalen Gewässern abgefangen und nach eigenen Angaben 175 Menschen festgenommen. Griechenland nahm die meisten von ihnen auf und organisierte ihre Rückreise in die Herkunftsländer.
Mehrere EU-Staaten, darunter auch Deutschland, äusserten Zweifel an der Vereinbarkeit des Stopps in internationalen Gewässern mit dem Völkerrecht. Israel betonte, das Vorgehen gegen die Aktivisten stehe im Einklang mit dem Völkerrecht.
Die sogenannte «Global Sumud Flotilla» wollte sich nach Angaben der Organisatoren im türkischen Hafen Marmaris neu formieren. Wann die Aktivisten erneut mit Hilfsgütern von Marmaris aus in Richtung Gazastreifen auslaufen wollen, blieb zunächst unklar.
Die propalästinensischen Aktivisten wollten erneut versuchen, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens, die auch von Ägypten mitgetragen wird, zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen.
