Das Thuner Warten geht nach der Niederlage in Basel weiter
Sport
KEYSTONE/CLAUDIO THOMA  
2. Mai 2026

Das Thuner Warten geht nach der Niederlage in Basel weiter

Thun konnte auch den zweiten Matchball nicht nutzen. Eine Woche nach der Heimniederlage gegen Lugano waren die Berner Oberländer im St. Jakob-Park knappe zwei Minuten lang virtuell Meister, nachdem Valmir Matoshi in der 41. Minute das 1:0 erzielt hatte. Eine von wenigen schönen Thuner Kombination an diesem Abend ging dem Treffer voraus. Die Basler Antwort fiel umgehend. Metinho traf mit einem schönen Schlenzer aus rund 20 Metern zum 1:1.

Der FCB wehrte sich vehement dagegen, seinen Titel vor eigenem Publikum abzugeben. Gegenüber den letzten Auftritten mit nur einem Punkt aus drei Spielen zeigte sich der bald entthronte Meister deutlich verbessert und war nach der Pause überlegen. Der FC Thun tat sich schwer, zu Torchancen zu kommen, und nachdem in der 81. Minute Fabio Fehr für eine Unsportlichkeit die zweite Gelbe Karte gesehen hatte, schlug der FCB zweimal zu. Albian Ajeti traf nach einer idealen Vorarbeit von Ibrahim Salah zum 2:1, und Koba Koindredi erhöhte noch auf 3:1.

Thun hofft jetzt auf Sion

Die inoffizielle Meisterfeier muss also nochmals verschoben werden. Anstatt in der Nacht zum Thuner Rathausplatz geht es am Sonntag in die heimische Stockhorn Arena, wo die Spieler ab 14.00 Uhr den Match zwischen St. Gallen und Sion gemeinsam verfolgen werden. Wie schon am Samstagabend wird im Stadion für die Fans auch ein Public Viewing angeboten.

Ein Unentschieden des FCSG würde reichen, um den Meistertitel perfekt zu machen und den geplanten Fanmarsch endlich in Gang zu setzen – von der Stockhorn Arena Richtung Thuner Innenstadt, wo eine spontane Feier steigen soll, inklusive Freinacht. Fans und Spieler können es kaum mehr erwarten.

Ein zweiter Thuner Platzverweis

Die Thuner Ungeduld war auch im Spiel in Basel spürbar. Mit einer spürbaren Nervosität ging der Aufsteiger und Leader die Aufgabe an. In der Schlussphase verlor er sogar die Nerven. Nach dem 1:2 sah mit Christopher Ibayi auch noch ein Spieler auf der Thuner Ersatzbank die Rote Karte. Beide Teams schenkten sich in den Zweikämpfen nichts. Die Spieler reagierten schnell gereizt und liessen sich rasch provozieren. Schiedsrichter Fedayi San war gefordert, wenn es darum ging, das Engagement im Rahmen zu halten.

Für beide ging es um viel. Am Ende holte der FC Basel die wichtigen drei Punkte im Rennen um einen Platz im Europacup. Weiter geht es für Thun und Basel am kommenden Sonntag: Die Thuner spielen bei Sion, die Basler bei YB.

Telegramm und Tabelle:

Basel – Thun 3:1 (1:1)

28’929 Zuschauer. – SR San. – Tore: 41. Matoshi (Heule) 0:1. 43. Metinho (Traoré) 1:1. 86. Ajeti (Salah) 2:1. 91. Koindredi (Senaya) 3:1.

Basel: Salvi; Rüegg (67. Senaya), Vouilloz, Daniliuc, Schmid; Leroy, Metinho, Bacanin (76. Koindredi); Duranville (67. Salah), Koloto (76. Ajeti), Traoré.

Thun: Steffen; Fehr, Bamert, Bürki, Heule; Bertone (89. Gutbub), Roth; Matoshi (46. Käit), Imeri (67. Reichmuth); Ibayi (67. Labeau), Rastoder (72. Dursun).

Bemerkungen: 81. Gelb-Rote Karte gegen Fehr. 89. Rote Karte gegen Ibayi (Unsportlichkeit). Verwarnungen: 25. Fehr, 27. Matoshi, 39. Schmid, 39. Rastoder.

1. Thun 35/74 (76:41). 2. St. Gallen 34/63 (66:41). 3. Lugano 34/60 (51:38). 4. Basel 35/56 (54:48). 5. Sion 34/55 (53:35). 6. Young Boys 34/48 (66:62).