Sina Frei triumphiert zum Auftakt
Frei setzte sich bei der Weltcup-Premiere auf dem asiatischen Kontinent beim Schlussanstieg des Rennens entscheidend ab und verteidigte ihre Spitzenposition im Sprint. Evie Richards aus Grossbritannien und Martina Berta aus Italien klassierten sich mit einer Sekunde Rückstand in den Rängen 2 und 3.
Für die Olympia-Silbergewinnerin von Tokio 2021 ist dieser Sieg eine besondere Genugtuung, nachdem sie in der vergangenen Saison ohne Podestplatz geblieben war. Ihren bislang letzten Weltcup-Sieg im Short Track feierte die Zürcherin, die vor fünf Jahren Weltmeisterin in dieser Disziplin geworden war, im September 2024 in Lake Placid.
Sie sei am Ende einfach all-in gegangen, sagte Frei im Interview. «Das gibt mir auch Selbstvertrauen für das Cross-Country-Rennen am Sonntag.» Mit Nicole Koller (14.) und Jolanda Neff (20.) klassierten sich zwei weitere Schweizerinnen in den Top 20. Ronja Blöchlinger musste das Rennen wegen eines platten Reifens aufgeben.
Freis Erfolg lässt vergessen, dass mit Alessandra Keller, der letztjährigen Weltmeisterin im Short Track, die grösste Schweizer Hoffnung nicht am Start stand. Die 30-Jährige, die vor einem Monat das Cape Epic in Südafrika gewann, verzichtete auf eine Teilnahme in Südkorea. Auch die letztjährige Gesamtweltcupsiegerin Samara Maxwell fehlte: Sie legt eine Pause vom Spitzensport ein und setzt die gesamte Saison aus.
Lillo erstmals auf dem Podest
Auch bei den Männern überzeugten die Schweizer mit einem starken Teamresultat. Allen voran feierte der 24-jährige Dario Lillo mit Rang 3 den ersten Weltcup-Podestplatz seiner Karriere. Damit bestätigte er die starken Resultate aus dem Vorjahr, als er erstmals in der Elite antrat. Der Sieg – ebenfalls der erste seiner Karriere – ging an den Franzosen Mathis Azzaro. Der 25-Jährige setzte sich vor dem Italiener Simone Avondetto durch.
Dank Filippo Colombo, Finn Treudler, Fabio Püntener, Vital Albin und Lars Forster, die sich in dieser Reihenfolge auf den Plätzen 5 bis 9 klassierten, schafften es gleich sechs Schweizer in die Top 10.
Am Sonntag folgen in Yongpyong, wo an den Olympische Winterspielen 2018 die Olympiasieger in den alpinen Technikdisziplinen erkoren wurden, die Cross-Country-Rennen.
