Papst fordert weltweite Abschaffung der Todesstrafe
Politik
25. April 2026

Papst fordert weltweite Abschaffung der Todesstrafe

Leo sprach zudem seine «Unterstützung für diejenigen aus, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten von Amerika und weltweit einsetzen». Die Todesstrafe ist in den USA in mehr als zwei Dutzend der 50 Bundesstaaten zugelassen, in mehreren Bundesstaaten wird sie allerdings de facto nicht mehr vollstreckt. Leo wurde 1955 als Robert Francis Prevost in Chicago in Illinois geboren. Er ist der erste Papst aus den USA.

US-Justizministerium: Hinrichtung durch Erschiessen

Leos Videobotschaft wurde kurz nach einem neuen Vorstoss in den USA zur Todesstrafe öffentlich. Dort sollen verurteilte Straftäter nach dem Willen des Justizministeriums auf Bundesebene künftig durch Erschiessen hingerichtet werden dürfen. In einem entsprechenden Regierungsbericht sprach sich Minister Todd Blanche dafür aus, auch andere Hinrichtungsoptionen zu erwägen – darunter auch die Todesstrafe per Erschiessungskommando.

Zwischen US-Präsident Donald Trump und Leo hatte es zuletzt schwer geknirscht. Trump griff Leo in mehreren Beiträgen auf seiner Plattform Truth Social verbal an. Im Umgang mit Kriminalität sei der Papst «schwach». Leo hatte die ungewöhnliche öffentliche Kritik von Trump zurückgewiesen und deutlich gemacht, sich nicht einschüchtern zu lassen. Er betonte später aber auch, dass er an einer Auseinandersetzung mit dem US-Präsidenten kein Interesse habe.