Fast alle Lehrpensen besetzt, aber …
Ausserschwyz, Erste Seite
Martin Risch  
7. Juli 2023

Fast alle Lehrpensen besetzt, aber …

Der Erziehungsrat beziehungsweise auch der Regierungsrat haben aufgrund des teilrevidierten Volksschulgesetzes mehrere Massnahmen beschlossen. So werden die zeitlichen Ressourcen für die Schulleitungen erhöht, die Sek-I-Lektionentafel angepasst und auch der ICT-Support erhält mehr Ressourcen. Die Kostenfolge die-ser Beschlüsse könnte insgesamt ein Ausgabenplus von bis zu 4,7 Mio. Fr. bedeuten. Mit den Massnahmen zeigt man sich beim Kanton zufrieden. Erziehungsratspräsident und Bildungsdirektor Michael Stähli: «Wir sind überzeugt, dass die Umsetzung dieser Beschlüsse zur weiteren Stärkung und gezielten Weiterentwicklung unserer Volksschulen sowie zur Aufwertung der Sekundarstufe I beitragen.» Nur dank grösserer Klassen

Nahezu alle Pensen für Klassenlehrpersonen hätten mit Stand Ende Mai erfolgreich besetzt werden können. Dass dies gelungen ist, dafür waren jedoch auch Klassenzusammenlegungen notwendig und die «Flexibilität aller Beteiligten». Was mögliche Massnahmen gegen den Lehrpersonenmangel beziehungsweise für die Attraktivierung des Lehrberufs anbelangt, will man weiterhin zuwarten. Bevor die Auswertung der geplanten Online-Befragung der im Schulsystem tätigen Personen vorliege, sieht der Erziehungsrat keine Veranlassung, weitere Sofortmassnahmen zu ergreifen.

Der Kanton hat mehr Ressourcen und weitere Massnahmen für die Volksschulen beschlossen.

Forderungen für Entlastung im Schulbereich und Lohnangleichungen an die umliegenden Kantone sind in den vergangenen Monaten von verschiedener Seite laut geworden – wegen neuer Zusatzaufgaben im Volksschulbereich und vor allem auch wegen des Lehrpersonenmangels. Dass der Erziehungsrat diesbezüglich trotz konkreter Forderungen auf eine erst noch stattfindende Onlinebefragung der im Schulsystem tägigen Personen abstützen will, sorgte teils für Proteste und offene Briefe (wir berichteten).

Stärkung der Ressourcen und Weiterentwicklung der Sek I Nun hat sich der Erziehungsrat vergangene Woche in seiner Sitzung über die aktuelle Situation der Stellenbesetzung an den Schulen des Kantons Schwyz für das Schuljahr 2023/24 informieren lassen, wie er gestern mitteilte. «Dank grösster Anstrengungen der Schulleitungen und Schulträger und dank der Flexibilität aller Beteiligten konnten mit Stand Ende Mai nahezu alle Pensen für Klassenlehrpersonen erfolgreich besetzt werden.» Das sei aber nur gelungen, indem beispielsweise Klassenzusammenlegungen erfolgt sind. Der Lehrpersonenmangel besteht somit weiterhin. Noch will der Erziehungsrat aber keine diesbezüglichen Massnahmen festlegen. Bevor die Umfrageergebnisse vorlägen, sehe der Erziehungsrat keine Veranlassung, weitere Sofortmassnahmen im Projekt «Lehrpersonenmangel» zu beschliessen. Mit Blick auf die Befragung habe er jedoch das Pflichtenheft für mögliche externe Auftragnehmer bereinigt. Das erklärte Ziel bleibe: Bis Ende Jahr soll ein Bericht für mögliche Massnahmen vorliegen.

Was ist denn nun konkret beschlossen worden, um in den Volksschulen Entlastung zu bringen? Gemäss Mitteilung hat der Erziehungsrat im Nachgang zur Teilrevision des Volksschulgesetzes zusätzliche Ressourcen für die Volksschulen gesprochen.

Bereits aufs kommende Schuljahr hin werden die Weisungen über die Unterrichtsorganisation angepasst, insbesondere «werden auch die Lektionentafeln zwischen den unterschiedlichen Profilen harmonisiert und die Gesamtdotation der Lektionen der Sekundarstufe I wird erhöht». Das ermögliche eine Aufwertung des Abschlussjahres mit dem Fach «Projektunterricht/ Profilbildung». Hierzu gewährt der Erziehungsrat den Schulträgern eine Umsetzungsfrist bis Schuljahrbeginn 2025/26.

Bereits auf Anfang 2024 sollen die Schulträger mehr Ressourcen für die Schulleitungen erhalten. «Aufgrund der Rückmeldungen aus der breiten Vernehmlassung wird die generelle Zuteilung von aktuell 1,3 bis 1,5 Lektionen Zeitressource pro Regelklasse auf neu 1,5 bis 1,9 Lektionen erhöht», teilt der Erziehungsrat mit. Zudem werde der Sockel für Kleinstschulen ebenfalls erhöht und den Schulträgern wird die Flexibilität eingeräumt, mit einer Bandbreite von -5/+10 Prozent von die-ser Vorgabe abzuweichen. «Insgesamt kann damit die wichtige Funktion der Schulleitungen gestärkt und besser den Bedürfnissen vor Ort angepasst werden », heisst es. Auch in diesem Bereich gelte die Übergangsfrist 2025/206 zur verbindlichen Umsetzung. Regierung hat Finanzmittel und mehr IT-Ressourcen bewilligt Die beschlossenen Änderungen kosten, und zwar derart, dass die Beschlüsse vom Regierungsrat genehmigt werden mussten, was vergangene Woche passiert sei. Auf Antrag des Erziehungsrats ebenfalls erhöht werden aufs kommende Schuljahr die Ressourcen für ICT-Support an den Schulen. Dieser umfasst die ICT-Leitung, den pädagogischen ICT-Support und den technischen (First-Level)-Support. Die dafür notwendigen Anpassungen in der Personal- und Besoldungsverordnung für die Lehrpersonen an der Volksschule sei entsprechend erfolgt, wie der Erziehungsrat mitteilt.

Der Erziehungsrat erhöht die zeitlichen Ressourcen für die Schulleitungen und den ICT-Bereich. Weitere Entscheide sollen folgen.

nötig waren.

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