Wawrinka verpasst in Monte Carlo Altersrekord
Mit seinem Erstrundenspiel in Fürstentum wurde Stan Wawrinka (ATP 104) neun Tage nach seinem 41. Geburtstag zum ältesten Spieler im Hauptfeld eines Masters-1000-Turnier. Zum ältesten Seger reichte es ihm aber nicht.
Zwölf Jahre, nachdem er in Monte Carlos mit einem Finalsieg gegen Roger Federer seinen einzigen Titel auf Masters-1000-Stufe gewonnen hatte, startete Wawrinka gegen den argentinischen Sandspezialisten Sebastian Baez (ATP 64) überzeugend, baute dann aber deutlich ab. Der Lausanner führte schnell 4:1, agierte danach gegen den mit 1,70 m kleinsten Spieler in den Top 100 zu fehlerhaft.
Dennoch hätte er am Ende die grosse Wende in seinen Händen gehabt. Im zweiten Satz kämpfte sich Wawrinka von 1:5 auf 5:5 und 40:15 bei eigenem Aufschlag zurück, ehe erneut ein schwer zu erklärender Einbruch erfolgte. Am Ende behielt der Argentinier nach gut eindreiviertel Stunden die Oberhand.
Schon im ersten Satz hatte Wawrinka die Partie ziemlich fahrlässig aus der Hand gegeben. Das Break zum 4:3 im ersten Satz ermöglichte er dem Südamerikaner mit vier Rückhandfehlern, dasjenige zum 5:6 mit zwei Doppelfehlern. Der zweite Durchgang verlief genau umgekehrt, aber erneut mit dem besseren Ende für den Argentinier. Bereits Anfang Jahr hatte Wawrinka am United Cup in Australien gegen Baez verloren.
Besonders ärgern wird sich der dreifache Grand-Slam-Champion, der auf Ende dieses Jahres den Rücktritt angekündigt hat, dass er nun das Duell mit der Weltnummer 1 Carlos Alcaraz verpasst. Der Spanier, gegen den er noch nie gespielt hat, wäre in der 2. Runde der Gegner gewesen. In den letzten Tagen hatten die beiden zusammen trainiert und auch in den sozialen Medien ein mögliches Duell angeheizt.
