14 Jahre Straflager für Ex-Gouverneur der Region Kursk
Laut Gerichtsurteil wurden auch mehr als 20 Millionen Rubel aus Smirnows Vermögen beschlagnahmt. Der Fall flog auf, nachdem ukrainische Truppen im August 2024 ohne grossen Widerstand dank minderwertiger Verteidigungsanlagen in die Region Kursk eindringen konnten. Es stellte sich laut Medienberichten heraus, dass etwa Panzersperren aus billigem Material waren, das der Wucht von ukrainischem Militärgerät nicht standhalten konnte.
Für die Ukraine galt das in ihrem Kampf gegen den russischen Angriffskrieg als grosser Erfolg. Die monatelange Kontrolle russischer Gebiete durch ukrainische Truppen war auch eine beispiellose Erniedrigung für Kremlchef Wladimir Putin. Der Präsident hatte stets erklärt, seine Invasion in der Ukraine diene dem Schutz russischer Interessen. Die Menschen in der Region erlebten dann allerdings selbst Krieg, Tod und Zerstörung wie ihre ukrainischen Nachbarn.
Smirnows Vorgänger wurde nach Aufdeckung des Falls tot gefunden
Smirnow war im Mai 2024 Gouverneur von Kursk geworden. Nur wenige Monate später überrannten die ukrainischen Truppen einen Teil des Gebietes bei dem überraschenden Gegenstoss. Im Dezember 2024 trat Smirnow vorzeitig vom Amt zurück. Ein Moskauer Gericht nahm ihn später in Untersuchungshaft.
Smirnow hatte ein Geständnis abgelegt und erklärt, dass ihm sein Vorgänger Roman Starowoit die Praxis mit den Schmiergeldern empfohlen hatte. Starowoit selbst hatte die Fertigstellung der Verteidigungsanlagen nach oben gemeldet. Er wurde dann russischer Verkehrsminister, bis ihn Putin im Juli vergangenen Jahres überraschend entliess. Er wurde kurz danach mit einer Schusswunde im Kopf im Freien gefunden. Die Ermittler sprachen von «Selbstmord».
