KWRO reicht Anzeige wegen Weitergabe von Notruf-Audios ein
Zuerst über die Anzeige berichtete die «Sonntagszeitung». Laut dem Artikel richtet sich diese gegen ins Verfahren involvierte Anwälte und Ermittler sowie die Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf lautet, das Berufs- und Amtsgeheimnis sowie das Datenschutzgesetz seien verletzt worden. Die KWRO und die Walliser Generalstaatsanwältin bestätigten am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Anzeige, ohne weitere Angaben zu machen.
Die Rettungsorganisation teilte mit, sie werde keinen weiteren Kommentar abgeben, solange die Ermittlungen liefen. Man arbeite mit der für den Fall zuständigen Staatsanwaltschaft zusammen.
Laut der «Sonntagszeitung» stört sich die KWRO daran, dass die Audio-Aufnahmen der telefonischen Notrufe in der Silvesternacht nicht vorsortiert wurden, bevor sie an die Anwälte der Opfer weitergegeben wurden. Infolgedessen seien medizinische Daten, die in keinem Zusammenhang mit der Brandkatastrophe standen, in die Hände der Opferanwälte gelangt. Die entsprechenden Dateien seien anschliessend auf französischsprachigen News-Websites und später in der ganzen Schweiz veröffentlicht worden.
