IOC verlangt künftig Geschlechtertests von Sportlerinnen
Sport
26. März 2026

IOC verlangt künftig Geschlechtertests von Sportlerinnen

Transfrauen soll ein Start in der Frauenkategorie künftig untersagt sein, wie das IOC mitteilte. Die neue Richtlinie ist das Ergebnis einer von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry eingesetzten Arbeitsgruppe zum «Schutz der Frauenkategorie».

Auslöser für die verschärfte Politik der olympischen Dachorganisation war der Wirbel um Wettbewerbe im Frauenboxen bei den Sommerspielen in Olympische Sommerspiele 2024. Im Zentrum der Geschlechterdebatte standen die Olympiasiegerinnen Imane Khelif und Lin Yu-Ting. Beide waren zuvor vom Weltverband IBA von der WM ausgeschlossen worden, da sie auf der Basis eines nicht näher erklärten Geschlechtertests angeblich die Teilnahmekriterien nicht erfüllt hatten. Bei den Olympischen Spielen durften beide starten. Der damalige IOC-Präsident Thomas Bach sagte unter Verweis auf die damals geltenden Regeln: «Es bestand nie ein Zweifel daran, dass sie Frauen sind.»

Laut der neuen IOC-Richtlinie müssen sich Athletinnen nur einmal testen lassen, sofern es keine Zweifel am Ergebnis gibt. Danach seien sie dauerhaft für Wettbewerbe zugelassen, hiess es.