Keine zweite Medaille für Snowboarder Aron Fahrni
Sport
13. März 2026

Keine zweite Medaille für Snowboarder Aron Fahrni

Snowboarder Fabrice von Grünigen wird an den Paralympics vom Pechvogel zum Medaillengewinner. Eine Woche nach einem schweren Trainingssturz gewinnt der Berner im Banked Slalom überraschend Silber.

Seine ersten Paralympischen Spiele waren für Fabrice von Grünigen in Norditalien alles andere als nach Plan verlaufen. Am Tag der Eröffnungsfeier stürzte der Berner Oberländer im Training so schwer, dass er aufgrund einer Gehirnerschütterung auf einen Start im Snowboardcross verzichten musste. Die folgenden Tage verbrachte der 25-Jährige mit brummendem Schädel im Bett – stets mit der Hoffnung, in Cortina d’Ampezzo doch noch zum Einsatz zu kommen.

Das Warten lohnte sich: Am Freitag stellte er im ersten Lauf hinter dem einheimischen Topfavoriten Emanuel Perathoner die zweitbeste Zeit auf. Da sich kein Konkurrent mehr steigern konnte, stand bereits vor Von Grünigens zweitem Versuch fest, dass ihm die Silbermedaille nicht mehr zu nehmen war. Für den Athleten, der mit 18 Jahren bei einer Bergtour im Wallis verunfallt war und dabei seinen rechten Vorfuss verloren hatte, endeten seine ersten Spiele mit einem emotionalen Happy End.

Es war der vierte Schweizer Podestplatz in Cortina. Damit hat die neunköpfige helvetische Delegation ihre Zielsetzung bereits am drittletzten Tag um eine Medaille übertroffen.

Keine zweite Medaille für Fahrni

Eine weitere Medaille lag in der Kategorie Upper Limb (Athleten mit Einschränkung der Arme) auch für Aron Fahrni bereit. Der 27-jährige Emmentaler, der am Sonntag mit Bronze im Snowboardcross für den historischen ersten Schweizer Podestplatz in einem paralympischen Snowboard-Wettbewerb gesorgt hatte, lag bei Halbzeit erneut auf Rang 3.

Im zweiten Lauf konnte er sich jedoch nicht mehr steigern und wurde noch von zwei Konkurrenten abgefangen. Am Ende fehlten dem Gewinner des Disziplinenweltcups lediglich 14 Hundertstelsekunden auf das Podest. Den Sieg sicherte sich Lokalmatador Jacopo Luchini vor zwei Chinesen.