Pogacar nun alleinger Rekordhalter – auch Jan Christen stark
Tadej Pogacar gewinnt zum vierten Mal nach 2022, 2024 und 2025 den italienischen Eintagesklassiker Strade Bianche. Damit ist er nun alleiniger Rekordhalter vor dem Schweizer Fabian Cancellara.
Weltmeister Pogacar zeigte in seinem ersten Rennen in dieser Saison, dass er nichts von seiner Dominanz verloren hat, und liess der Konkurrenz auf der anspruchsvollen Strecke über 203 km mit rund 64 km Schotterstrassen keine Chance. Der 26-jährige Slowene griff knapp 80 km vor dem Ziel in Siena an und distanzierte den zweitplatzierten Franzosen Paul Seixas um eine Minute. Dritter wurde Pogacars mexikanischer Teamkollege Isaac Del Toro, Sechster der Schweizer Jan Christen, der ebenfalls für das Team UAE Emirates fährt.
Es war für Pogacar der 109. Sieg als Profi. Schon beim Triumph an der Strade Bianche 2024 hatte er mit einem Solo über 80 Kilometer beeindruckt. Sein Ziel ist es, alle grossen Rennen mindestens einmal gewonnen zu haben. Siege bei den Klassikern Mailand – San Remo (21. März) und Paris-Roubaix (12. April) fehlen noch in seinem Palmarès. Diese Lücken möchte er in diesem Jahr schliessen, wobei er 2026 vorhat, mehr auf seine Energie zu achten. Deshalb lässt er den Giro d’Italia aus. Bis zur Tour de France sei er an 16 Tagen im Sattel, das sei moderat, so Pogacar.
Kurz vor der entscheidenden Attacke von Pogacar hatte Jan Christen Tempo gemacht und dafür gesorgt, dass nur noch wenige Fahrer mithalten konnten. Der 21-jährige Aargauer unterstrich seine gute Form und erreichte das Ziel 2:07 Minuten nach Pogacar. Ende Januar hatte Christen die AlUla Tour, eine Rundfahrt der zweithöchsten Kategorie, für sich entschieden. In der letzten Etappe der Andalusien-Rundfahrt belegte er ebenso den 2. Platz wie Ende Februar beim französischen Eintagesrennen Faun-Ardèche Classic.
Pogacar: «Es war mehr oder weniger geplant, dass wir dort (am Monte Sante Marie) angreifen würden. Das gesamte Team hat grossartige Arbeit geleistet, es war wunderbar zu sehen, was sie alles getan haben, damit ich dieses Rennen gewinnen konnte.»
