Grandson feiert 550. Jahrestag der Schlacht gegen Karl den Kühnen
Wirtschaft
2. März 2026

Grandson feiert 550. Jahrestag der Schlacht gegen Karl den Kühnen

In Grandson VD ist am Montag der 550 Jahre zurückliegenden Schlacht gegen die Armee von Karl dem Kühnen gedacht worden. Gleichzeitig wurde das Schloss nach 15 Jahren Renovierungsarbeiten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Feierlichkeiten fanden unter anderem in Anwesenheit von Bundesrat Ignazio Cassis, den Waadtländer Staatsrätinnen Christelle Luisier, Isabelle Moret sowie der Freiburger Staatsrätin Sylvie Bonvin-Sansonnens statt.

«Wir feiern keine kriegerische Auseinandersetzung, sondern einen Teil der Schweizer Geschichte», erklärte Cassis. Er erinnerte daran, dass die Schweiz im Laufe der Jahrhunderte durch Konflikte geprägt worden sei, etwa die Burgunderkriege, die Religionskriege oder auch den Sonderbundskrieg.

Christelle Luisier sagte, dass die Eidgenossen in Grandson eine zahlenmässig überlegene und mächtigere Armee besiegt hatten. Es sei kein spektakulärer Sieg, sondern ein kollektiver Sieg gewesen.

Das Schloss Grandson wurde Anfang der 1980er-Jahre von der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte des Unternehmers und Kunstsammlers Bruno Stefanini (1923–2018) mit Sitz in Winterthur erworben. Sie übertrug den Betrieb der Stiftung Château de Grandson mit dem Auftrag, die Öffnung für die Öffentlichkeit sowie kulturelle Veranstaltungen sicherzustellen.

Der Präsident der Stiftung, Dominique Freymond, sagte, dass das Schloss ein seltenes und wertvolles Beispiel für eine Restaurierung sei, an der sowohl private Stiftungen als auch kantonale und kommunale Behörden mitgewirkt hätten. Ein historisches Denkmal rette sich nämlich nicht von selbst.

Die Öffentlichkeit kann die neue Ausstellung mit dem Titel «Grandson: 1000 Jahre Geschichte» ab dem kommenden Wochenende besichtigen.