MBaer Bank von US-Behörde als Geldwäschereirisiko eingestuft
Wirtschaft
26. Februar 2026

MBaer Bank von US-Behörde als Geldwäschereirisiko eingestuft

Die US-Geldwäschereibehörde stuft die Zürcher MBaer Merchant Bank als «primäres Risiko für Geldwäscherei» ein. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma setzt derweil nach einem Enforcementverfahren einen Prüfbeauftragten bei der Bank ein.

Die US-Behörde FinCEN (Financial Crimes Enforcement Network) will nun der Zürcher MBaer den Zugang zum US-Finanzsystem verwehren, wie das US-Finanzministerium am Donnerstag mitteilte. MBaer habe «hunderte Millionen Dollar im Auftrag illegaler Akteure mit Verbindungen zum Iran und zu Russland durch das US-Finanzsystem geschleust», schreibt das FinCEN.

Konkret soll es damit US-Banken untersagt werden, für die MBaer oder in deren Namen Korrespondenzkonten zu eröffnen oder zu führen, erläutert die Schweizer Finma in einer eigenen Mitteilung vom Donnerstag. Die vorgeschlagene Massnahme des FinCEN befänden sich aktuell in öffentlicher Vernehmlassung.

Die Finma stehe im Zusammenhang mit dem Fall mit der Bank und dem FinCEN in Kontakt, betonte die Schweizer Behörde. Derweil sei ein vor drei Wochen abgeschlossenes Enforcementverfahren der Finma gegen die Bank derzeit vor Bundesverwaltungsgericht hängig.

Aufgrund des hängigen Beschwerdeverfahrens sei es der Finma nicht möglich, bei der MBaer Merchant Bank AG eigene Massnahmen umzusetzen, hiess es weiter. Allerdings sei nun ein Prüfbeauftragter der Finma als «Monitor» eingesetzt worden.