Britschgi auf Platz 14 – Gold holt überraschend Schaidorow
Lukas Britschgi verbessert sich in der Kür vom 19. auf den 14. Platz. Gold holt überraschend der Kasache Michail Schaidorow.
Lukas Britschgi ging mit grossem Optimismus in seine zweiten Olympischen Spiele nach dem 23. Rang 2022 in Peking. Er fühlte sich in Form, im Kurzprogramm lief es ihm mit Rang 19 jedoch überhaupt nicht wie gewünscht.
In der Kür präsentierte sich der Schaffhauser zunächst sehr gut: Zu Beginn stand er die Kombination Vierfach-Toeloop/Dreifach-Toeloop, gefolgt von einem Vierfach-Toeloop, der allerdings leichte Abzüge gab. Vor seinen letzten beiden Sprungelementen war die Differenz zu seiner bisher besten Kür, die er beim Gewinn des EM-Titels 2025 zeigte, nicht gross. Dann misslang ihm der Dreifach-Lutz, den er mit dem Dreifach-Toeloop kombinieren wollte, worauf er nur noch die Kombination Doppel-Flip/Doppel-Toeloop zeigte. Das kostete ihn rund neun Punkte in der technischen Wertung und wirkte sich zudem auf die Punkte für die Programmkomponenten aus. Deshalb blieb Britschgi mit 165,77 Punkten deutlich unter seiner Kür-Bestleistung (184,19).
«Meine Beine konnten einfach nicht mehr, die letzten Tage und auch heute waren intensiv. Aber ich bin sehr, sehr glücklich mit dem, was ich hier zeigen konnte. Es ist ein schöner Abschluss der Olympischen Spiele», sagte Britschgi.
Mit dem Total von 246,64 Punkten fehlte ihm einiges zu seiner an der WM 2024 erzielten Bestmarke (6. Rang/274,09 Punkte) – es war sein grosser Traum, diese zu verbessern. So machte er in der Rangliste zwar einen Sprung um fünf Ränge nach vorne, das angestrebte Olympia-Diplom (Top 8) blieb ihm vier Tage vor seinem 28. Geburtstag jedoch verwehrt. Dafür wären 264,49 Punkte nötig gewesen.
Malinin patzt, Schaidorow profitiert
Gold schien für den Amerikaner Ilia Malinin reserviert zu sein. Der Weltmeister der letzten beiden Jahre läuft normalerweise in einer eigenen Kategorie. Doch diesmal misslang dem 21-Jährigen die Kür komplett. Der Führende nach dem Kurzprogramm fiel auf den 8. Platz zurück. Michail Schaidorow, Fünfter nach dem ersten Wettkampfteil, holte dank der besten Kür die Goldmedaille. Mit 291,58 Punkten siegte der letztjährige WM-Zweite vor den Japanern Yuma Kagiyama (280,06) und Shun Sato (274,90).
