Mehrere grosse Armeeprojekte sind gemäss Reporting «nicht auf Kurs»
Das Verteidigungsdepartement VBS von Bundesrat Martin Pfister hat bei mehreren Armeeprojekten die Ampeln auf Rot gestellt. Das bedeutet, dass sie nicht auf Kurs sind. Viele der Probleme sind bereits öffentlich bekannt. Wie sie gelöst werden, ist weiterhin offen.
«Ich will nichts schönreden: Ich bin nicht zufrieden mit der Gesamtsituation», sagte der stellvertretende VBS-Generalsekretär Robert Scheidegger am Donnerstag in Bern vor den Medien. Zwar gebe es unzählige kleinere Projekte ohne Probleme. Mehrere grosse Vorhaben bereiteten aber Sorgen.
Beim F-35 sind es die von der US-Herstellerfirma Lockheed Martin geltend gemachten Mehrkosten in noch unbekannter Höhe. Beim Patriot-System gibt es Lieferverzögerungen wegen des Ukraine-Kriegs. Beim Ersatz des Führungssystems Florako wurde die Komplexität des Projekts unterschätzt.
Das realistisch machbare Optimum herauszuholen, lautet nun das Credo der Verantwortlichen. Was das konkret heisst – beispielsweise für die Beschaffung der F-35-Kampfjets -, ist weiterhin offen. Es braucht politische Entscheide.
