Josi ist angetan von Franjo von Allmen, der doch verlieren kann
Sport
11. Februar 2026

Josi ist angetan von Franjo von Allmen, der doch verlieren kann

Die Schweizer Curlerinnen über mögliche Tanzeinlagen und die Hockey-Teams im Ski-Fieber, das sind die Olympia-Splitter vom Mittwoch.

Hockey-Teams im Ski-Fieber

Zu Olympia gehört auch das sportartenübergreifende Mitfiebern. Im olympischen Dorf in Mailand verfolgen die beiden Schweizer Eishockey-Nationalteams die Wettkämpfe ihrer Landsleute jeweils gemeinsam. «Wir haben im ersten Stock eine Lounge, dort haben wir zuletzt die Skirennen geschaut», sagt Captain Roman Josi. Besonders angetan ist der NHL-Verteidiger von Franjo von Allmen. «Was er im Moment leistet, ist unglaublich.» Persönlich kenne er den dreifachen Olympiasieger zwar nicht, «aber im Fernsehen wirkt er extrem sympathisch».

Von Allmens einzige Niederlage

Apropos Franjo von Allmen: Nach drei Goldmedaillen innert fünf Tagen könnte man meinen, dem Berner Oberländer gelinge derzeit einfach alles. Entsprechend will ein Reporter an der Pressekonferenz nach seinem Super-G-Triumph wissen, ob er in dieser Woche überhaupt etwas verloren habe. Von Allmen schaut zum neben ihm sitzenden Marco Odermatt und sagt: «Marco und ich haben als Rennvorbereitung Spikeball gespielt.» Bei diesem Spiel, das auch «Roundnet» genannt wird, schlagen die Spieler einen kleinen Ball auf ein trampolinartiges Netz. «Da habe ich verloren.» Er wäre also doch zu schlagen… nur auf den Ski nicht.

Andrea Glauser der Pin-Jäger

Auch das Sammeln von Pins anderer Nationen gehört an Olympischen Spielen zur Tradition. Josis Verteidigungspartner Andrea Glauser widmet sich dieser Sammelleidenschaft mit Begeisterung: «In den letzten Tagen habe ich schon einige zusammengetragen», erzählt der Freiburger. Besonders stolz ist er auf ein Stück aus einem exotischen Wintersport-Land: «Ich habe einen Pin mit einem philippinischen Präsidenten getauscht, aber ich war mir nicht sicher, ob es wirklich der Präsident war. Der Pin ist aber ziemlich gross.»

Beatboxen für Snoop Dogg

Bereits am Mixed-Curling-Turnier hat Snoop Dogg, der Ehrencaptain der USA, mit einem Besuch in der Eishalle für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Schweizer Curlerinnen haben sich schon vor dem ersten Spiel Gedanken dazu gemacht, wie eine Begegnung mit dem Rapper ablaufen könnte. «Caro kann sehr gut Beatboxen, sie würde also natürlich eine Showeinlage geben», scherzt Alina Pätz über ihre Teamkollegin Carole Howald. Sie selbst würde den Crip-Walk dazu zeigen, eine Art Tanz, der ursprünglich aus dem Gangleben der USA stammt, den auch Snoop Dogg in der Vergangenheit schon zeigte. «Wir müssen noch etwas üben, aber ich hoffe, es kommt so weit», so Pätz.

Streik-Androhung nach Pannen

Nach Pannen des Kommentators der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele wächst beim italienischen TV-Sender Rai der interne Druck. Als Reaktion auf die Patzer von Paolo Petrecca, Sportchef der Rai, kündigte die Belegschaft der Sportredaktion des Senders an, nach den Spielen drei Tage in einen Streik zu treten. Bis dahin wollen sie ausserdem ihre Namen nicht mehr unter ihre Berichte und Beiträge setzen. Petrecca hatte bei der Live-Übertragung der Eröffnungsfeier reihenweise Leute verwechselt oder nicht erkannt. Er hatte unter anderem die bekannte italienische Schauspielerin Matilda De Angelis mit US-Star Mariah Carey verwechselt. Die neben Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella stehende IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hielt er für dessen Tochter.